10 der Malleolen, sowie auch von der Ferse über den Spann gemessen in dorsal flektierter Stellung um 8 — 10 mm grösser ist, als bei Plantarflexion. Trägt man nun einen hohen Schnürstiefel, so arbeiten bei jedem Abwickeln des Fusses die Muskeln und Sehnen gegen das unnachgiebige Leder und nach kurzer Zeit sind sie erlahmt. Uie Begründung, dass der hohe Schnürstiefel dem Fussgeleuk mehr Halt gebe und dadurch die hier noch durch die nach aussen abfal lenden Einlagen erhöhte Neigung zu Distorsionen kompensieren, ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen ; er soll aber doch nicht das Geringe, was er nach dieser Richtung hin überhaupt zu leisten vermag, die Schädigungen aufwiegen, welche die Muskulatur erleidet. 4 Wenn ich auch in dieser Streitfrage keine bestimmte Stellung einnehmen kann, so möchte ich doch einige andere Punkte, die bei der Anfertigung von Plattfussstiefeln zu beachten sind, befürworten. Es sollen nämlich die Absätze möglichst niedrig sein und möglichst weit nach vorn reichen um einen möglichst sicheren Gang zu ermöglichen und das Fussgewölbe gleichzeitig von unten zu unterstützen. Dass man ferner auf besonders guten Sitz des Stiefels Rücksicht zu nehmen hat, ist nicht mehr als selbstverständlich, wird leider aber doch oft genug nicht beachtet, wie ich bei ver schiedenen Patienten zu konstatieren Gelegenheit hatte. Neben der Behandlung mit Plattfussstiefeln sorge man durch Massage und Gymnastik für Kräftigung und Funktions erhöhung der Muskulatur. In leichten Fällen und namentlich in den ersten Lebensjahren sind vielleicht schon methodische passive Supinationsbewegungen ausreichend. Für das spätere Lebensalter wird die Massage nach Hoffa gerühmt, die fol- gendermassen ausgeführt wird. Zuerst werden die kleinen Sohlenmuskeln von der Peri pherie nach dem Centrum hingestrichen, dann gewalkt. Das gleiche Manöver geschieht mit den langen Wadenmuskeln, zuerst an der Sohle, dann an dem Unterschenkel. Bei der Massage des rechten Unterschenkels verfährt man so, dass man die Muskulatur in 3 Gruppen nacheinander behandelt. Die erste Gruppe besteht aus dem Tibialis anticus, Extensor