69 haupt auf einer einfachen Stufe stehen bleibenden Formen zu ver gleichen. Es herrscht oft eine grosse Aehnlichkeit zwischen den Primärblättern von Species mit in ihrer späteren Entwickelung com- plicirteren Gestalten und den einfachen Laubblättern anderer Arten, die auf diesem Stadium verharren. In der kurzen, zusammenfassenden Darstellung am Schluss der Ranunculaceen gedachten wir auch der verschiedenen Abzweigungsart der Seitenrippen von der betr. Mittelrippe, dieselbe kann gegen ständig oder abwechselnd sein. Bei den Umbelliferen kehren beide Formen wieder. Bei mehrfach gefiederten Blättern ist die Zahl der in ihren unteren Theilen opponirt stehenden Fieder- und zugleich Nerven-Ordnungen eine entsprechend grössere. Bei Blättern, die nur tief fingerig-fiederspaltig sind, ist bisweilen bloss das erste Seiten- nervenpaar I. Ordnung gegenständig, sämmtliche übrigen nicht. Inner halb der Blättchen reich gegliederter Formen wird auch bei den Um belliferen die gegenständige Stellung der Nerven meist schnell durch die wechselständige abgelöst, nur die mittelsten Endblättchen haben bisweilen noch einige Paar opponirter Hauptseitennerven, z. B. Aego- podium. Mit der stärkeren Zerlegung in Blättchen geht die Oppo- nirung der Rippen niederer Ordnung Hand in Hand, wie sich an der von einfachen, am Grunde finger-, im Uebrigen wechselnervigen Pri märblättern emporsteigenden Blattentwickelung bis zu den reich ge gliederten, mittleren Laubblättern verfolgen lässt. Die gegliederten Blattformen beider Familien zeigen deutlich das Hervorgehen gefiederter Formen aus fiederspaltigen. Während aber in vielen Fällen die fiederspaltige Gestalt nur ein Durchgangsstadium ist, das von den einfachen Primärblättern überleitet, ist es in andern das höchst erreichte Ziel. Bei den Ranunculaceen lernten wir in Adonis, Nigella, verschiedenen Pulsatillen Beispiele permanent fieder- spaltiger Blätter kennen. Auch bei den Umbelliferen sind dieselben sehr verbreitet: die gefiederten Folia gehen in ihren äusseren Theilen immer in wechselnervige und damit zugleich, wenn sie dort über haupt noch Einschnitte aufweisen, mehr oder minder tief fiederspaltige Formen über. Die überwiegende Mehrzahl der Umbelliferenblätter repräsentirt gerade solche Formen. Bei den einfachen Blättern lassen sich in beiden Familien keil förmig nach unten verschmälerte Formen in ansehnlicher Zahl nach- weisen, bei den gefiederten Gestalten aber ist eine Yerschmälerung der Gesammtlamina nach unten in beiden eine Seltenheit. Yon den Ranuncu laceen ist uns nur ein Fall, die aus dem oberen Scheidentheil ihren Ur sprung nehmenden Laminarzipfel von Adonis aufgefallen (Fig. 4 b , c). Dieselben sind stets etwas kürzer als die untersten Fiedern der Lamina selbst. Aus den Reihen der Doldenträger haben wir mehre Species aus verschiedenen Gruppen zu nennen. Zunächst Lagoecia (Fig. 14): die unteren Blättchen des einfach gefiederten Blattes sind viel kleiner als die mittleren und oberen, ähnlich die submersen und die grund ständigen Luftblätter (Fig. 17) des Sium latif., die fein borstlich zer schlitzte Blattform des Carum verticillatum (Fig. 16); bei C. Carvi