38 Kinder: Viktoria Adelheid, geb. 31. Dezember 1888, Gemahlin des Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha; Alexan dra Viktoria Auguste Leopoldine Charlotte, geb. 21. April 1887, verhei ratet mit dem Prinzen August Wilhelm von Preußen; Helene Adelheid Vik toria Marie, geb. 1. Juni 1888, verhei ratet mit dem Prinzen Harald von Dänemark: Adelheid Luise, Heb. 19. Oktober 1889; Wilhelm Friedrich Christian Günther Albert Adolf Georg, geb. 23. August 1891; Viktoria Irene Adelheid Augusta Alberta Feodora Karo line Mathilde, geb. 11. Mai 1894. Weltrundschan für die Zeit vom Juli 1909 ^bis 50 . Juni MO. Bon ErnstWvers. Anfang und Ende reichen sich die Hände. Am Ende der letzten Weltrund schau mußte ich von dem Wechsel in den höchsten Stellen des Staates berichten, und heute könnte ich grad so wieder an fangen. Auf der Höhe bläst der Wind schärfer als in den Tälern, und deshalb Bethmann-Hollweg. geht ganz naturgemäß da droben den Wandersleuten der Atem eher aus, als denen, die in Gemächlichkeit auf geschütz- ten Straßen dahinziehen. Fürst Bülow war im Sommer 1909 von seinem hohen Posten zurückgetreten, und Herr von Beth- mann-Hollweg hatte das verantwortungs volle Akut des Reichskanzlers übernom men. Wer aber der Meinung sollte gewe sen sein, daß nun Ruhe und Friede ihren Einzug in die deutschen Lande gehalten hätten, der würde aus solchem Wahn bald heraus gekommen sein. Der neue Reichs kanzler redete zunächst nicht viel, um sich den Mund nicht zu verbrennen; aber er konnt's nicht hindern, daß über ihn und die hohe Politik alle Tage geredet wurde in Strömen und Tönen, wie wenn ein Gießbach sich übers Felsgestein ergießt. Ueber die Regierungskunst reden gemei niglich diejenigen am kräftigsten, welche niemals" in ein Regierungsgebäude hin- eingeguckt haben. Herr von Bethmann- Hollweg mußte es sofort erfahren, daß das Wort, welches mein Großvater vor sechzig Jahren schon gesagt hat, auch heute noch wahr ist: „Der muß Mehl haben mehr als viel, — der allen das Maul verstopfen will." Durch das ganze Jahr hindurch haben die Wahlrechtsrcden getobt. Man meinte, es sei recht und billig, daß zum preußischen Landtag von denselben Per sonen gewählt werde, welche die Reichs tagswahlen betreiben, ja vielleicht noch von etlichen mehr, besonders von den jun gen Burschen, die einen recht großen