eigentliche Dilemma . Dieser wesentliche Teil des finnischen außenpolitischen Handlungs - rahmens wurde auch mit nicht chem finnischen Engagement ad absurdum geführt . „ Die Bedeutung der Geographie und der Geschichte ist zentral bei der stimmung der internationalen Position " , heißt es in dem Bericht . Die politische graphie , so belegt ein einfacher Blick auf die Landkarte , hat sich wesentlich geändert . Die Nachkriegsperiode ist , wie Michail schow bereits 1988 in Helsinki erklärte , über . Eine Neuorientierung macht sich derlich . Die Suche nach dem neuen Platz in der Welt Der Prozeß dieser Neuorientierung zieht sich auch in Finnland mit einigen Mühen . Die Kompliziertheit wird schon dadurch sichtbar , daß nun selbst „ ewige Autoritäten " der finnischen Außenpolitik , Paasikivi und Kekkonen , angekratzt den . Die bisherige Art der Gestaltung der Außenpolitik , bei der sich immer wieder auf die in diesem Bereich absoluten machten des Präsidenten zurückgezogen wurde , wird mit zunehmendem gen betrachtet . „ Finnlandisierung " wird selbst in Finnland längst nicht mehr nur als bloße Böswilligkeit aufgefaßt . Vorbei sind die Zeiten , da sich Prof . Raimo Väy - rynen , einer der bekanntesten finnischen Politologen , über die Abwesenheit einer außenpolitischen Diskussion beklagen konnte : „ Was sollen wir hier groß schen ? Außenpolitik wird eh' ganz oben gemacht . " In einer Zeit , wo Vermittler zwischen Ost und West keine Konjunktur haben , chen amerikanische Politiker nicht mehr die Zwischenlandung in Helsinki , um sich auf die Gespräche in Moskau einzustellen . Die geopolitische Randlage Finnlands wird der deutlich . Auf spekulativen Karten wird Finnland mal einem Bund der nordisch - tischen Länder , mal losgelöst von den dischen Ländern einem Nowgorod - kum - Verbund zugerechnet . Finnlands Rolle I l Helsinki - Senatsplatz - Dom ist noch unbekannt , immer noch fällt auf der Schatten von Stockholm und St . Petersburg . Die finnische Politik beschäftigt mend die Frage , wo die Kanäle zu finden sind , durch die in der neuen Zeit die nationale Rolle Finnlands gestärkt und die nationalen Interessen gesichert werden können . Es steht die Frage , wo die nismen sind , die die neuen weit - und papolitischen Risiken beherrschen können . Es steht aber auch die Frage , wie das ge Geflecht der ziehungen führt werden kann . Mit dem ten trag mit Rußland , der den im Westen stets bearg - wohnten FZB - Vertrag ersetzt , ist dieser Prozeß erst auf den Weg gebracht worden . Viele Fragen bleiben noch offen , auch ob und wie man sich vor dem Ansturm möglicher russischer Asylanten schützen kann . Zweifellos trifft auch heute noch das om finnischer Politik zu , daß , was auch mer passiert , Rußland der große Nachbar ist und bleibt . In dieses duale System sind aber mit den baltischen Staaten wieder neue mente getreten , die es einzuordnen gilt . Wenn auch offensichtlich die Probleme , die Deutschland mit seiner Vereinigung hat , die allzu eifrigen Wortführer eines „ Rückkaufs " Kareliens gedämpft haben , so müssen auch die Beziehungen zu diesem „ Brudervolk " neu durchdacht werden . All diese Elemente gilt es in die finnische Ostpolitik einzubinden und anders als in der Vergangenheit zu einer positiven Summe zu verknüpfen . Die EG lockt Finnland hat nicht erstmals wirklichen außenpolitischen Spielraum , wie die ger der Finnlandisierung in später ung argumentieren , sondern es befindet sich im intensiven Suchen , auch nach einer bestimmung des Inhalts seiner Neutralität . Außenminister Väyrynen bemerkte dazu , daß sich „ die Natur der Neutralität und ( ihre ) Rolle " auf jeden Fall ändern . Man merkt es dem langjährigen finnischen Außenminister an , daß ihn diese Frage sehr beschäftigt : ne Vorstellung ist , daß Finnland auch in kunft seine Neutralität bewahren kann . Und dies ist heute aus finnischer Sicht durchaus nicht mehr automatisch unvereinbar mit ner EG - Mitgliedschaft . Finnische Realpolitik , die sich von den nationalen Interessen des Landes leiten läßt , zeichnet so den Weg in die EG vor . Unter diesem Gesichtspunkt ist die änderte finnische Haltung zur EG - Mit - gliedschaft zu sehen . „ Wie wir unsere ziehungen zum derzeit entstehenden ropäischen Binnenmarkt arrangieren , ist für uns in der nächsten Zeit natürlich das wichtigste Problem , dessen Lösung unsere volle Aufmerksamkeit erfordert " , mentierte der Geschäftsführende Direktor des Beratungsausschusses der Finnischen Wirtschaft ( EVA ) , Kaukko Sipponen , 1990 . Natürlich spielen hier ökonomische gen eine ganz wesentliche Rolle . Das geht bis zu der Befürchtung , daß sich die EG nach dem Beitritt von Schweden und Österreich selbst mit Papier versorgen kann . Der Vizedirektor des Verbands der Holzverarbeitenden Industrie , Pertti Laine , befürchtet bereits die Errichtung politischer Hindernisse für den Fall , daß „ Finnland sollte der EG beitreten " ( Angaben in % ) Unternehmensmanager 0 25 50 75 1 völlig dieser Meinung ■ schwer zu sagen Q völlig anderer Meinung H ziemlich dieser Meinung ■ ziemlich anderer Meinung Quelle : EVA / Yhdyskuntatulkimus Oy 1990 NORDEUROPA forum 55