dungsweit und dem Arbeitsleben fen werden , die das Auseinanderklaffen von abstrakter Schulausbildung und en Erfordernissen des Arbeitsmarkts für die Jugend nicht nur theoretisch brücken , sondern durch eine re Praxiserfahrung vermindern . Denn gleichzeitig mit einer verminderten vation für eine längere ode erweitert sich auch das bot für jüngere Menschen in Schweden . In einer 1989 durchgeführten chung stuften männliche Jugendliche zwischen 17 und 21 den Wert der Freizeit höher ein als den von Ausbildung und Arbeit . Die Abschirmung von der produktiven Rolle in der Gesellschaft schafft ein um , das von wechselnden Angeboten des Freizeitmarkts gefüllt wird . Der Konsum gibt den Jugendlichen Lebensinhalte und Selbstbestätigung in neuen Lebensstilen . Können keine alternativen Formen und Inhalte für eine verlängerte periode in den 90er Jahren gefunden den , wächst die Gefahr einer rung unter den Jugendlichen . Der hohe Stellenwert der Ausbildung in den schichten der Gesellschaft motiviert deren Kinder , die vermehrten bote der Dienstleistungsgesellschaft nehmen , während traditionelle schichten und Einwanderer in der theoretisch angelegten Ausbildung keine Berührungspunkte für ihre Wirklichkeit finden und auf die Angebote der neuen Medien ausweichen . Die Rolle der Schulausbildung und des nationalen Ausbildungssystems wird durch in Frage gestellt , da die neuen dien und alternativen Jugendkulturen mehrheitlich nicht den Nationalstaat als Normenquelle akzeptieren . Gesellschaftliche Kontrolle der Ausbildung Das Entstehen neuer ökonomischer Zentren und Wirtschaftszweige , rungen in den Berufsstrukturen , wandel und die Gründung politischer Parteien , die ihre ideologische Basis nicht mehr in dem klassischen Widerspruch von Kapital und Arbeit in der sellschaft , sondern in der Überwindung der Industriegesellschaft selbst haben , können als typische Zeichen der staltung genannt werden , die die wickelten Industrieländer erfaßt hat . Im westeuropäischen Raum ist die stehung und Ausweitung der EG eine Antwort auf die technologisch und rell überlebten Strukturen des nationalen Industriestaates . Die Existenz cher Ordnungsprinzipien und neue turen wirtschaftlicher Produktion proble - matisieren jedoch auch die überkommene Aufteilung zwischen zentralisierten und dezentralisierten Funktionen in allen tionalstaaten . Die enge Verknüpfung zwischen bildungsniveau und neuen Formen industrieller Produktion wirft die Frage auf , wie Ausbildung und Forschung in unseren Gesellschaften strukturiert sind und welche Gruppen Zugang zu und fluß auf die Formen und Inhalte von bildung und Forschung haben . Dabei sollte man den historischen zeß der Entstehung der gegenwärtigen tionalen Schul - und Ausbildungssysteme in Erinnerung rufen . Die Einführung ner allgemeinen Pflichtschule wird meist direkt mit den Erfordernissen der senden Industriegesellschaft des 19 . hunderts begründet . Es waren jedoch nicht die Kenntnisse im Lesen und nen , die der künftigen schaft vermittelt werden mußten , sondern Normen und Werte des sich den Nationalstaats . Dies läßt sich deutlich am Beispiel Schwedens aufzeigen , das erst im 20 . Jahrhundert zur Industriegesellschaft wurde , die allgemeine Schulpflicht jedoch schon 1845 einführte . Der schnelle Bevölkerungszuwachs am Anfang des 19 . Jahrhunderts hatte ein kes Ansteigen der Stadtbevölkerung mit nem hohen Anteil an Kindern und chen zur Folge . Diese konnten im schen Raum nicht , wie auf dem Lande lich , schon früh eine produktive Funktion übernehmen . Gleichzeitig waren Eltern und Umgebung nicht im Stande , die le Rolle des informellen Ausbilders und Normengebers zu übernehmen . Die le Institution Schule füllte die entstandene Lücke im Sozialisierungsprozeß . Ein weiterer Faktor für die schnelle Einführung von Schulpflichtsystemen war der des Entstehens von Nationalstaaten , die traditionelle Unterschiede in der völkerung in Bezug auf regionale chen , ethnische Zugehörigkeit und le Schichtung durch einheitliche Sprache , Kultur und soziale Normen abbauen wollten . Ein obligatorisches Schulsystem war daher ein nützliches Instrument , den eigenen Nationalismus zu fördern und Gegenbilder mit Hilfe einer ausgebildeten und dem eigenen Staat hörigen schaft zu erzeugen . Die normierende und kontrollierende Funktion des Schulsystems ist in den ten hundert Jahren von sowohl linken als auch rechten Extremisten mißbraucht den , um die Herrschaft der eigenen gie zu legitimieren und zu zementieren . In Schweden wie auch in anderen ropäischen Ländern zeigt sich die trollfunktion der Schule besonders in ten der Jugendarbeitslosigkeit , in denen die Ausbildungszeiten verlängert werden und neben die Funktionen der Lehrer sierende Berufsgruppen treten wie ren , Psychologen , Freizeitpädagogen . Alle mit dem Ziel , die Jugendlichen im schen Bereich unter Kontrolle zu behalten und finanziell aufwendige Anpassungen im Produktionsbereich zu vermeiden . Nach Andersson vermindert sich die Bereitschaft , eigene Entscheidungen zu E JLji ine direkte Einflußnahme der Betroffenen auf die schulische Umwelt ist die Voraussetzung für das Überleben eines öffentlichen Bildungssystems in der Zukunft . nordeuropa 13