Haneburg. 147 unb ift ef äben noch fo gar ein unfäfter £)rt nicht, jubem ftünbe e) tool nod^ ettoaf Beffer ju gortificiren." DaS Schloß toarb ganj aBcjcriffen'). Die ge= toonnetien ¿Ballen auS bent Sd)loffe -toittben 1690 für bie Äafernenbauten ge= braucijt. DaS große ¿Ronbcel am Schlöffe fottte nach ber erften ¿Berorbnung auSgeöeffert unb „fo optiert" toerben, baß ÄriegSbebürfniffe barin bertoahrt ln erben tonnten; eS tourben ¿ßalifabcn angebracht unbbieSBäUe mit ben cifernenStitdcn belegt, toelchc man fchon 1689 fdjlcmtig auS Sübed 'batte holen taffen. Die ftarfe ¿ßfaljltoehr, ton ber bie «Stabt ftatt mit ber Litauer rings umgeben toar, toarb beibebalten. Die (Sinlaßftettcn toaren mit fietten bertoatjrt. Sie St. ®eorg§^ircbbof§maucr mußte entfernt unb bafür ein Saint angelegt toerben. Unterm 16. 3iuni 1690 ioarb berorbnet, baß fofort baS Schloß famt feinen ¿¡Bällen „ganj fortgenommen unb an ber bafelbft befinblicbcn Spißc ber StabU Freiheit SBafteien unb in ber ¿JJtitte babor ein ¿Rabelin angelegt toerben fotte", bie Raufer bafelbft foUten entfernt toerben, bie @rbe beS SdtjIofetoalleS ju ben ¿Botttocrfen bienen. ¿Dtauermeifter 3°! eph ijattc bie Sftauerarbeiten. Der Durm toarb umgetoorfen (f. ¿Rachr. a. b. Stabtbudje, 8 . 2lrd). 1, 205) unb ber ¿ßlaß, too ba§ Schloß gelegen ^atte, toarb größtenteils bis unter SBaffer abgegraben. Die Stabt fetbft erhielt eiligft ringsum ¿Befeftigungen, unb Slußentoerfe bor bem Sangenbrüder Dore. ¿!luS bem StaatSard)ibe 3123. DaS Dor toar 1693 fertig, unb „bie Stabt begann einer geftung ähnlich ju fe^en" (Stabtb.). ©hriftian Y. bon Dänemarl fah in ber ¿Bcfeftigung eine ¿Berlcßung beS ¿ffieftfälifchen griebenS; er ließ 1693 ein §eer bon 12000 2Rann bagegen rüden unb legte in breitägiger ¿Befchießung im ¿¡tuguft bie Stabt in 2lfche. Erhalten blieb, außer bem Dome mit feiner Umgebung, nur bie ßirdje unb fünf Käufer. Die fedjStoöchige ¿Belagerung nahm ihr @nbe nach einem Vertrage, bem jufolge toaS bon ben geftungStoertcn übrig toar gefdjleift toerben fottte. DaS fottte binnen 3 SBochen gefchehen, gefchah jebod) überhaupt nicht bottftänbig; 1700 hielt bie geftung einem Slnfturme ber Dänen erfolgreich ©taub (b. Dube 777), unb nach 1701 erbaute man bie ßafernen toieber; bie ¿Riffe machte ßberbaumeifter ¿Borchmann * 2 ). Diefem fjauptgefdjäfte feßte man atterbingS bie ¿EßicberßerfteB lung ber ¿Eßerle nach, befonberS aud) befdjäftigt, ¿Dtittel auSjubcnlen, um fie bem beberrfdjenben geucr ber ¿Belagerer toeniger auSgefeßt anjulegen. 1709 fanb Uffcnbach (¿Reifen 2,19) „nur niebrige geringe ¿Eßätte, unb bie ßitabette fehlte ganj". 3im ¿Beginne beS Siebenjährigen Krieges 1757 toarb bie Heftung für fähig er achtet, fich ju halten; 1801 tourbc fie noch gebeffert; bann blieb fie liegen unb 1817 hob man fie auf. Der ¿ßlaß, too bie „ßitabette" ober baS .fporntoerl gelegen hatte, ift geebnet unb heißt bie „Demolierung". 0 ©djeel, alminb. Ubiaft af ftrtggt. 533 fagt, an bie ©teile fei ein „ißoltjgon nadj SSau= ban§ iteubteiiadjer ÜJtanier" gefeilt tootbeu; »gl. b. .Robbe 1, 152; ba§ ift aber irrig, Wie aud) ber ßier toiebergegebene tpian (9lbb. umfteljenb) betoeift. ©djeel, ber eine SSürbigung ber SBe= beutung ber Seftung gibt, ftetlt im llebrigen bie neuen äöerie al§ unbebeutenber bar, als fie toirllidj gemefett finb. 2 ) Stifte für eine fflarade für 288 SJtann finb im ©taatSardjiöe erhalten. 10