Cauenburg, Kirche. 93 ßettner; über ihm ^ieng baS große alte Srucifij, t>or ihm [tunb auf bt>b<^ ©äule bie Mangel. ©ie War fdjWarg mit gelb bemalt unb geigte box ben ©eiten bie ©eftalten ber ©oaitgeliftcn gef^ni|t, an ben ©den ©aulen. 3 n ben brei Sogen beS SettnerS befanben fiel) ljöci)ft tunftbotle ©itter, baS mittlere feft, bie feitlicben beweglich- ©ie geigten SamenSgitge unb Sßappen unb toaren mit £)rna= ment unb gigürlicljem gefchmücft, Don gierlicher unb leichter ©rfebeinung (3- 5t- Serlin). 3m 3 nne1:n beS ©b° re§ etbub fiel) ber Slltar. Son ihm finbet fid) bie Angabe, baß er ähnlich geWefen fei bem gu grangfjagen (Süthen) unb bem gu SeubauS. Suren gu beiben ©eiten beS SifcheS ermöglichten ben Umgang (Wie gu glenSburg, ©t. Starien, f. f(hl-=b- Saub. 1, 2166. 416). Sie ©taffel geigte ein großes, fcböneS Silb, baS ülbenbmabl x ); barüber War ebenfogroß bie ßreugigung in bielen fjterfoneu gemalt. 2luf bem Flügel ber Storbfeite bie Sertjanblung beS ftobenpriefterS mit 3uba§, auf bem füblichen 3efu ©ang nad) ©olgatfja. $u ©eiten biefer Silber bie ©tanbbilber ber 4 ©öangeliften, 1 m bod). Ueber bem ^auptbilbe 3efuS betenb in ©etbfemane. Sie Krönung bilbete eine ftebenbe Sarftellung beS ©rlöferS. SteicbeS örnamentWert mit ©ngelStöpfen unb fonftigem gigürlidjen. £>olgWert fd)Warg mit ©olb. ©in Köpfchen üom Slltare ift gu ©anbeSneben an ber Mangel angebracht (f- b.). 2ln ber ©übWanb beS ©boreS War ein großer fteinerner ©tammbaum, 4Vs m bod), in eine Umrahmung gefaxt, ähnlich einer gewaltigen Safel, ange= bracht, Welcher bie 64 ©tammWappen beS beglichen fßaareS in 8 Dteipen ent* hielt; fie Waten prächtig bemalt, ©r reichte bis an baS ©eWölbe. Sor ihm Waren, angeblich in einer fReibe in gleiten ülbftänben, aufgeftellt lebensgroße ©anbfteinftatucn: $arl b. ©r. mit Stantel unb ßrone, eine IRoUe in ber £>anb; Heinrich b. SogelfteUer, ben galten gu güßen; Heinrich b. SöWe mit bem SöWen, baS gefentte ©chWert in £>änben; £)tto baS $inb bon SraunfdjWeig; Sernbarb bon SlSfanien * 2 ). ©egenüber War aufgeftellt baS S ent mal, angeblich lang 3 m, hoch 2 80 , tief 1 15 m. Söir finb fo glücflid), babon in Sr. ©cbilberrS .fpanbfcbrift 2ln= fichten, bielleicht bon ber $anb beS SilbbauerS gegeichnct, aufgefunben gu haben 3 ) unb hoffen fie im ©rgängungSbefte mitteilen gu tönnen. ©S War auS gelbem ©anbftein, bie ©octelplatte nach einer Eingabe 4 m lang, 2 65 breit, Vs hoch- SBeiter enthielt ber ßpor rechts unb lintS bom Elitäre an ber SBanb bie ©eftüble ber ©eiftlichen unb in ber ©cte am Seltner ben „Älingelbeutelträger* ’) ißaftor SJtupertuS 1592—1605 hatte unter ben Slpojletn anftatt be§ StiibaS fid) felbft barftetten laffen (SOBalcte; ßaffert 8 ). 2 ) ütadb SBalcte fjätten nur 3, ober and) 4 Statuen frei bor bem Stammbaume geftanben, unb toie bie 9tücf feite ber erhaltenen jeigt, tönnen fie wenigftenS nicht aEe frei geftanben hoben; fie Waren mit einer Spiatte, bor ber fie flehen, in bie 233anb gemauert ober einem größeren Sanken eingefügt. SBieEeidjt Waren 2 feft in ber SEBanb ju ben Seiten beS Stammbaumes, 3 frei babor. Schon 1753 Waren bie 9tamen an bielen ber Sßappen nicht mehr leferlid) (StaatSarch- D 2,1,5). 3 ) SBgl. baju baS 9teüentloW=$entmal p Sütjenburg, fehl.-h- Saub. 2, 141.