8 Der Rauptort bes Bistums. Anlegung bes Domes. 2)e§ S3ifd§of§ ©it; — ber erfte toar, feit berrt 13. 3uli 1154, ©öermob — unb be§ ©rafcn fpauptftabt toar ¿Raijeburg 1 ). $)er ¿Rame liegt mehr einer tleinen Sanbfdjaft, alfo aEen öerft^iebenen Sagen unb 2Bo^nt>Iä|en einer 2Rari= gemeinf(|aft, al§ einem beftimmten ¿Ща|е bei. 3 toar toirb man taum jloeifeln, bafj, ba bie SBenbcn i^re ¿Burgen fo gerne im SBaffer liegen batten, bie urbs (Burg) ber toenbifdjen civitas (J§fabt) ba lag, too ¿pater bi§ 1690 bie ¿Burg ber ©rafcn Don ¿Rabeburg unb ber fjerjoge t>on ©ac^fenibveSteEe^atte; unb eben= faE§ !ann toenig 3tocifel fein, bafj ba§ castrum ober castellum, ba» fperjog Otto 1062 erhielt, fein anbere§ toar al§ аиф ba§ пафЬгаде @ф1ой, alfo аиф jene urbs. 5lber toäbrcnb ba§ ¿Burgfelb ¿Ratjeburg auf bem ©übteile ber grofjcn ^infel Itbflt, lag Ьоф аиф Ьаё uralte „itlofter ju ¿Ratjcburg" auf bem ffeftlanbe toeftlid) unb ebenfo bie Шгфе ©t. ©eorg ju ¿Ratjcburg. Stuf biefem Ufer, fiel) lang binftredenb, ift bie toenbiftbc civitas ju benfen. ferner ^at ba§ ¿Bilb ber ©itoa ju ¿Ratjeburg geftanben; man bat bon jeber al§ ЮаЬ^фетЕф ober gctoi§ angenommen, bafj e§ feine ©tcEc auf bem ¿Raunte jto^en ber jetzigen ©tabt unb bem Dome, bem Sßatmbcrg 2 ), gehabt habe; ift e§ gar richtig, bafj (Älüber, SSefdbr. bon ERecfl. 2 , 74) ber §ain unb Dpfcrplat; ber ©öttin öftlid) jenfeit be§ ©ee§ toar, tbo ficb ©teinfetiungcn befanben, fo müfjtc man ben ¿ 8 c= griff ¿Ratfeburg noch tbeiter, auf bie ganje Umgebung be§ ileinen ¿Rabeburger ©ееё, au§bcbnen, unb auffaEenb ift in ber SEjat, bafj ba§ Äircbfpiel ber fpäteren ©tabt gerabe auf bie Oftfeite bc§ ©ee§ binübergriff. S)e§ ¿Bifcbof§ ftirci)e ©t. ©eorg mufjtc junäcbft al§ bc§ ¿ 8 iftbof§ 2)om unb al§ be» S)omberrenftifte§ 3 ) ©tift§fircbe bienen. 5De§ ¿Bifcljof» §of lag */* ©tunbe tbeiter füblieb, am ©nbe bon „¿Rabeburg"; ber ¿piatj bicfl г^агфаи (ff ähr to aff er), ©öermob baute ) 1 ф ben §of 31 t einem „ ©ф 1 о) 1 'е" 4 ) au§. ¿Яаф furjer Seit aber, ohne aEen gtoeifel tbieber auf ¿Beranlaffung be§ §erjog§, räumte ber ©raf jur ©rbauung be§ ®ome§ einen ¿ßlaß auf bem ¿Rorbenbe ber *) Sen Stamen leitet man baoon ab, baß hier bon ben SBenben bie ©öttin ©ima 9t a = gibia Deretjrt marb; anbete benten mit mefjr 2öahrfdjeinli<b!eit an ratschi Burg, (Erljabtnljctf (f. tDtaiefj 7). *) @in „ißalmberg" ift and) bei ©chönberg. Sube 29 rnadjt roaßrfdjeinlid), bah ber Stame Don ißalntmeibe, laitbeSübtidj ftatt ©alroeibe, abgeleitet fei; fonft erttärt man eS als mons Polaborum. 3 ) ©s umfaßte 12 ©omßerren unb ben ¿ßropft, unb lebte nad) tprämonftratenferregel. (Sr ft im 15. 3af)t!)unbert fieng man an, bie ©emeiniamieit aufgugeben, unb 1504 toarb bas regulierte ftlofterleben unb bie Äloftertradjt aufgehoben; bie Somt)errcn, auf 20 ucrmcijrt, tourben saecu lares unb lebten nun für fidp. *) ffarefjau mar natürlich nidjt ftänbiger Sßoljnfit} ber S3ifd)öfe; fo rooijnten biefe and) gerne ju Sobom, aud) ju Sdjönberg, unb nadjbem leptereS, ber SJÜttelpunft bes töoitinec iianbcS, um 1270 ein Don unten auf fteinernes ©djlof) erhalten hatte, marb es enblich regelmäßiger ©iß beS IBifchofS; bas fyardjauer Schloß marb um 1354 abgebrochen, unb ber Söefiß 1377, im Haufdje mit ber SanbeSherrfihaft, gegen eine älbrunbung beS SBoitiner iianbeS, gang aufgehoben. ©S ift ein Ulorgang, meliher bem im SBiStume ©d)le5mig giemtid) genau entfpridjt, mo bie SSifd^öfe guerft ©ottorf bemohnten, fpäter nad) ©chmabftebt gogeit.