Wörterbuch. Würfelkapitäl—zwistig. 225 Würfelkapitäl S80 s. Kapital. Abb. 1148. 1543. Wurm, Lindwurm (s. d.) Abb. 929. 1305. Wurth, W urt, Platz eines Hauses mit den dar auf stehenden Gebäuden. xenodoehium 2, 52 (Hospital), Armenhaus, Gast haus. Zachäus S 139. Zacken an einem Kelchfuss zwischen den Buchten des Passes in den Ecken s. Abb. 16. 1431. — -bogen s. gezackt. Abb. 131. 980. — -kämm, ähnlich dem gotischen Blumen kamm, s. d., nur dass die Blumen nicht aus gebildet sind; vgl. Abb. zu 554. Abb. 744. kranz, -streifen 205, 8. 243,16, beliebtes spätgotisches Ornament, das oft in der Zeich nung eines Blumenkammes, nach unten ge richtet, das lange Feld einer Glocke oben ab- schliesst. — -krönung s. v. a. -kämm. Zahnschnitt, eine Verzierung, die in reihenweise nebeneinander liegenden, meist unter eine grössere Platte gestellten Hervorragungen (Zähnen) besteht. S. Abb. 422. 623. 1401. Zahnschnittarchivolte , Archivolte, welche mit Zahnschnitt geziert ist 181, 15. Zaleukus, Gesetzgeber von Locri in Unteritalien 241, 22. Zarge 555,1, Wange, Seitenbrett. Zehneckfuss eines Kelches 2, 108, 3. Zeichenöfterss. v.a. Meisterzeichen, Gusszeichen. Zeltdach , pyramidenförmiges Dach, Helm , so Abb. 63. 64. 108. 451. 469. Ein halbes pflegt sich auf Polygonchören zu befinden, Abb. 1041. — -gewölbe nennt man auch wol die vielteiligen Gewölbe, wenn sie kuppel artig ansteigen. Vgl. 2,391, 18. Zeughaus S 130. Ziegelbau S 56. 59. 66. —- -brand 421,13 das Ziegelbrennen. — -heim, Turmhelm aus Ziegeln 3,42. 101,21.2,239, 36. 2,315,23. — -verband s. Verband. — -Überkragung S 74: eine Oeffnung ist durch Ziegelüberkra gung abgedeckt, wenn sie durch Ziegellagen gedeckt ist, von denen immer eine über die andere vorkragt. — -würfelkapitäl s. Kapitäl. Ziehbrunnen Abb. 1369 f. Zierarme s. Schmuckarme; öfters sind sie als Ranken gebildet (Zierranken 2, 100, 35). — -rippen s. Rippen. — -Schild 107, 22 s. Cartusche — - verband S 69 s. Verband. Zingel = Zwinger 123, 1. Zinken 2, 115,23 s. v. a. Dachzinken. Zinnleuchter S 113. — -kelche S 113. — -kannen S 116. zopfig nennen wir die von den Stilregeln sich befreienden, obwol noch auf ihrem Boden stehenden Abartungen mehrerer Stile, in denen in der Regel eine phantastische Neigung zu Tage tritt. So besonders viele Schöpfungen aus der spätesten Barock- oder Roccocozeit und derjenigen des Classicismus, bis zu Ende des 18. Jahrh.; ebenso aber auch die Leistungen der spätesten Gotik (gotischer Zopf), in denen das Ästwerk (s. d.) an Stelle der alten Mass- werkformen tritt. Vgl. verzopft. Die Zeit des Zopfes, die Zopfzeit, der Zopfstil an sich ist indes, wo man keine genaueren Stilbezeich nungen anwendet oder gebrauchen kann, weil es an den die Stile selbst kennzeichnenden Schmuckformen zu sehr fehlt, die Zeit und der Stil des 18. Jahrh., besonders der 60er und 70er Jahre. Ebenso »zopfig« ; so 2, 657, 2. Frühbarocker Zopf 2, 70, 9. 410, 41. — -fassade 3, 37. haube 383, 21. 2, 70, 30. — -wulst s. Tauwulst, Stab. Zuberform einer Taufe Abb. 776. — -henkel 2,491,40. Zugbrücke S 135. zugeschärfter Stab, Wulst Abb. 182; zuge schärfter Wulst als Rippenprofil S 78; auch als Kämpferprofil 2, 586, 3 ; als Wirtelprofil 320, 3. — Zuschärfung an den Kanten eines Gewölbes 316, 20 s. Grate. Zunftbecher S 131. — -becher, -Schilde S 117. zurückgesetzter Giebel s. Giebel. zweischiffige Hallen (s. Halle) S 60. — Kirchen S 60. stockig s. Geschoss. Zwergharnisch 2, 216,10 dient zur Rüstung eines Zwerges. Zwickel die bei einem in viereckigen Rahmen gefassten Bogen leerbleibenden dreieckigen Eckstücke mit einer krummen Seite; und so auch andere Keilstückchen und Füllungen 85,9, vgl. Abb. 118. 1328. 94,18 Zwickel des Vierpasses: dessen Nasen. Zwickelfiguren s. Abb. 999. Zwillingsturm, Zwilling S62. 4,1. Abb. 1301 : Turm mit doppeltem Oberbau oder Helm auf gemeinsamem Unterbau. Zwinger 548, 8 ein mauerumschlossener Raum vor dem Tore, oder am Fusse der Hauptmauer zwischen dieser und dem Graben. Vgl. Zingel. Zwischengesims = Gurtgesims. — -haus 2, 58, 25 der überbaute Zwischenraum zwischen den Türmen einer doppeltürmigen Kirche. — - lisene Lisene (s. d.), die weder Rand- noch Winkellisene ist 413,36. Abb.618.—• -pfei- ler,-stützen in einer Kirche vom gebundenen romanischen Grundrisse (mit Doppeljochen) : die mit den Hauptpfeilern abwechselnden, nur die Arkaden und die Nebenschiffgewölbe tragenden Pfeiler. — -rippen 214, 37 die Längs-oder Querrippen; Abb. 1196 f. ImGrdr. Abb. 313 sind die Längsrippen ausgelassen! streben: Strebepfeiler, welche zwischen den regelmässigen (zwischen je zwei Jochen angebrachten), also in den Jochmitten, zur wei teren Verstärkung der Wand angesetzt sind. zwistig: zwiegeteilt 536, 17. Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 15