218 Wörterbuch. T aufinschriften — T enne. 2, 176 (der heil. Katharina). 250 (der heil. Dreifaltigkeit und des heil. Johannes des Täufers, des heil. Taufvaters Christi). 302/3 (Gottes und seiner würdigen Mutter Marien und des heil. Petrus und des heil. Laurentius). 379/80 (Unserer Frauen). II. Giesserwunsch: Gott trage Sorge für die (seine) Seele, — der mich goss. (Amen.) a) Meister Peter Hansen. 274. 356. 361/2. b) Heinrich Klinge. 496. c) Meister Peter Kis (?) 2, 250. III. Giesserbemerkungen. 534 (Meister Reimer, so ist er genannt, das ist euch wol bekannt). 555 (1344 am Feste des heil. Johannes des Täufers ist diess Werk vollendet durch die Hände des Meisters Jo hannes genannt Apengeter). 2, 8 (Der Apostel Johannes hat mich gegossen). 379/80 (Gert Klinge der mich gegossen hat). 545 (Meister Gerhard goss mich; seine [cuius] und des Hinrich W . . . Seelen mögen in Frieden ruhen). E. Angaben der Stifter, Kirchgeschworenen und Aehnliches. 175 (1424 ist diess Werk vollendet. Wulf de Aleveld van Anefeld [Stifter]). — Am Boden ringe: Geschworene). — 274 (Stifter: Herr Peter Partsowe, Kirchherr). 356 (1485 ist diese Taufe hergestellt vom Gute des ehr würdigen Mannes Herrn Detlef Wulf, einst Domherrn und Baumeisters dieser Kirche, und Gregor Smits, Dekans). 361/2 (Ge schworene). 534 (Besorger oder Ge schworene?). 555 (provisores = Kirchen geschworene). 2, 77 (Stifter). 176 (Kirchherr). 191 (bloss Zeitangabe?). 250 (Kirchspielsauftrag. Ge schworene). 302/3 (Stifter). 379/80 (Da mals war Herzog Alef (= Adolf) des Landes zu Holsten ein Herr. 1447. Dann folgen am Ende : Stifter oder Geschworene). 442 (bloss Zeitangabe: 1345 am Tage des Evan gelisten Marcus). TaufschUsselinschriften (G. G.). S 104. Diese sind zum grössten Teile unerklär bar und scheinen absichtlich dunkel gehalten zu sein. Man unterscheidet 2 Arten: die Ma juskel- und die Minuskelinschrift. Abb. 774 enthält beide, und zwar im äusseren Kreise die Maj., im inneren die Min.; Abb. 787. 1021 bringen die Min. I. Die gewöhnliche Minuskelinschrift ist nur ornamental und ohne Sinn. In den im Werke gewöhnlich vorkommenden glaubt man die Buchstaben benedi zu entdecken (Abb. 774 innen), sodass sie aus Worten des Ave Maria entstanden zu sein scheint. Vgl. 287. 533. 544. 2, 147. Doch findet sich z. B. 438 deutlich in denselben Minuskeln: Gott sei mit uns. II. Aehnlich verhalten sich die Inschriften in Majuskeln. Abb. 774 aussen. Es finden sich folgende unerklärliche: 1,27 rajewishnbi. 322. 2, 231. 250. 275 rahn- bizwishnbiramewishnbi. . 414 (?). — Eine sich meist fünfmal wiederholende Inschr., worin Rekor oder Reror vorkommt: 179. 287- 533- 2. 102. Ferner: 165 allzeit geluekart und geluek- bart. — 227 Eh bart alzeit gelueck. — 293 Ich bart geluk alzeit. — 369 Eh bart alzeit geluek. — 2, 685 Ich bart ge luk alzeit. — Diess bedeutet vielleicht: Ehe bringt allzeit Glück. Sodann 2, 580 der in frid gehwart (?). Schliesslich verständlich 2, 603 Nyt sonder godt ys van allen schrifthuren het slodt, d. i. Nichts ausser Gott ist von allen Scripturen (Schriftwerken) der Schluss (das Ende). Taufständer, ein Gestell zur Aufnahme der Taufschüssel. Taufstein (S IOO—102). An ihm unterscheiden wir Fuss, Stiel (Ständer), Kuppe (Kumme). Nach der Gestalt zerfallen die T. in ver schiedene Arten (Typen). Die T. sind für die Baugeschichte der Kirchen höchst wichtig; in den meisten Fällen sind sie gleichzeitig mit diesen, sodass das Eine das Andere mit bestimmt. Von Taufsteintypen vgl. Haders leber Art Abb. 56; Apenrader Art 59. 78; Nordangler Art 436; spg. friesische Art 333- TaufstUtzen S 151. Taufwasser S 100. Taustab, Tauwulst, tauartig gewundener Stab. Solche sind in der Baukunst der spätesten Gotik seit etwa 1500 beliebt, besonders zu Husum. Abb. 870. Im romanischen Stile kommt an vielen Taufsteinen, auch an Portalen, Säulen, ein ähnliches Glied vor, Abb. 432. 436. 441. 496. 619. 640. 470 so wie die ganz ver wandte Bildung d e s Z o p f w u 1 s t e s Abb. 484L Teilung der Rundstäbe 184, 5 unverständlich, wol »Verteilung«. teken 463 Zeichen. Teller, an Leuchtern: flache Schale, die den Dorn oder Lichthalter trägt und den Wachs abfluss aufnimmt. Tempel, heidnische S 53. Temperamalerei: die im Mittelalter allgemein übliche Kunst der Tafelmalerei, in der Weise, dass die Farben mit Leimwasser, Eiweiss, Honig und anderen Bindemitteln gemischt wurden. Sie ward seit dem Anfang des 15. Jahrh. allmählich durch die Oelmalerei ver drängt. Tenne, durchgehende 2,505,3 reicht durch die ganze Tiefe des Hauses.