216 Wörterbuch, stramm — Taufgrapen. sie aus der gerundeten in die gerade Profil linie strebt. Strebe, Strebepfeiler, vorspringende Mauer verstärkung an einer, starkem Seitendruck t ausgesetzten Stelle. Zwei an den Ecken eines Gebäudes zusammentreffende ergeben halb kreuzförmigen Grundriss (Kreuz streben Abb. 1255); an Winkeln über Eck stehende sind Diagonalstreben , wie Abb. 917. Springen sie ins Innere des Ge bäudes ein (wie es auf Fig. 795 der Fall ist), so sind sie »hereingezogen«; in Abb. 1187 sind zwischen ihnen Kapellen.— Auch an Werken der Innenarchitektur finden sich, als Dekoration gebraucht, Streben, so überall an Altären, und auch an Kelchstielen 107,38. — -bogen, frei schwebender Bo gen , der an gotischen Kirchen von dem oberen Teile der Mittelschiffmauer den Seiten druck aufnimmt 124, 43. 355, 5. Für den Backsteinbau (355, 5) sind sie unzweckmässig vgl. 2,46,23 und »Gotik«. Stromschicht: deutsches Band S71. strudurarius, 356 = Baumeister, s. Kirchge- schworne. Stuck (S 68 f.) , Stuccatur, Stuckzier. Die Anwendung von Stuck, d. h. eines zum For men geeigneten Stoffes, als Ersatz für natür lichen Stein, oft von reinem Gips, aber auch in anderer Zusammensetzung oder Mischung (s. Kalkstuck) ist häufig. Höchst merk würdig ist die ausgedehnte Verwendung des St. aus reinem Segeberger Gips in den Vi zelinskirchen (s. d.), über die man das Ge nauere in unserm so betitelten Buche findet, auf das hier verwiesen werden muss. Nach her findet er sich hie und da noch als Putz, Stuckbelag; zur Herstellung von Sockeln und Kapitellen dient er in Nordelbingen fast ausschliesslich, und zwar gewöhnlich so, dass er in Blöcken gegossen und als Haustein behandelt ward. Stücke 2,355,35, Geschütze. Stufenjahre des menschlichen Lebens (S 160) werden von 10 zu 10, oder von 7 zu 7 ge rechnet, s. Abb. zu 2, 620. Stuhl, oft s. v. a. Gestühl. Stuhlkopf, der Oberteil einer -wange, des stehenden Seitenbrettes, in welches das Sitz brett eingelassen ist. Abb. 435. 596. 1461. Stuhlpult 396,24, der an einem Gestühle, be sonders dem des Küsters, befindliche, mit der Brüstung in Verbindung stehende Pult, im Inneren gewöhnlich ein Kasten. Stuhlzier 433,40, Verzierung eines Gestühles, gewöhnlich bestehend in Schmiedeisenarbeit der Art wie Abb. 1588. Stumpf endende Nebenschiffe: rechteckig en dend, wie in Abb. 522. — stumpf ge deckter Turm Abb. 451. Stundengläser: Sanduhr. Stundenglocke = Schlagglocke, so 235, 8. Sturmglocke (Wetterglocke), Glocke bei Un wetter oder zum Sturmläuten zu brauchen 559,4. Das Glockenseil ist so angebracht, dass es jederzeit zugänglich ist. Sturz, die obere, gewöhnlich gradlinige, Be deckung einer Oeffnung in Einem Stücke. Stützen (S 100) und Träger aus Eisen S 118. — St. der Gewölbe S 79. Stutzenwechsel in romanischen Kirchen, beson ders des gebundenen romanischen Grund risses, die Abwechselung von Pfeilern und Säulen 2, 373, 7. sulfdridde 2, 250. 269, selbdritt. Sülze 2, 336, 18, Salzwerk. SUndenfall S 105. 159. Symbole (Sinnbilder) der Evangelisten S 151, s. Evangelistenzeichen. Symbolisches = Sinnbildliches S 159—161. symbolisierend: symbolische Anspielungen ent haltend . Symmetrisch, gleichmässig, von einem Mittel punkt oder einer Linie aus; Symmetrie: derartige Gleichmässigkeit. Synagoge 3, 48: 1) Judenschule. 2) s. v. a. Judentum, als Person dargestellt. Synode 446, 41 , Versammlung zur Beratung kirchlicher und geistlicher Angelegenheiten und Fragen. Syssel, im Dänischen ein Gau, mehrere Har den umfassend. Tabernakel S 105 f., von Stützen getragener Ueberbau, wie in Abb. zu 2, 12 und 2, 256. Dann auch Monstranzhaus. Tabula am Crucifix, das Täfelchen mit den Buchstaben J. N. R. J. — Tabula auch s. v. a. Altartafel, so 2, 166 f. Tafel = Tafelbild 265, 40. Tafelgüter eines Bischofs 2,624,9, die ihm zur Bestreitung seines Hauswesens verliehenen Güter. Täfelung, Panneei s. Füllung S 98 f. sbil- der S 123 f. taffelin 2,88, Täfelchen, kleines Bild auf Holz; vergl. tabula. Tannenholz S 121. — -koppel mit Tannen bepflanzte Koppel 2, 525, 39. Tapete, Tapezereien N. 17, vgl. Gobelin. Taufe Jesu S 139. Taufe S 102 f. Plattdeutsch dop s. d. Taufe (Erztaufe, Bronzetaufe) nennen wir zunächst die metallenen taufsteinähnlichen Werke und unterscheiden davon die hölzernen als Holz taufen (S 103 f.), die steinernen als Taufsteine (S 100/2). deckel s. Deckel. — -engel S 104. Abb.222.575.1403. fass = Taufe. Abb. 194. — -fuss (steinerner), der Fuss (einer Taufe Abb. 843) oder eines Tauf steines (192, 18), auch das Gestell, welches das Becken , die Kuppe, die Schüssel trägt (Taufständer). — -gefäss 179 = Taufe. — -gi tter S 104, das Gitter, das eine Taufe, einen Taufstein umgibt. grapen, -kes-