214 Wörterbuch. Sims — Ständer. Sims — Gesims. Simson S 159. Singchor, s. v. a. Schülerchor 2, 205. Sintflut S 125. Sirene, Wasserweib, Abb. 1552, beliebter Schmuck an Kronleuchtern; zwei vereinigte bilden an diesen die Sirenenhenkel. Sitzkasten 2, 266, 31, eine zum Sitzen einge richtete Lade. Sitzreihen S 98. sluter (Schliesser, Schaffner) = Kirchenvor- steher 70. 2,93. Sockel. Der unterste, . etwas vorspringende, durch einen Absatz (rechteckig, ungegliedert), eine Schräge (angeschrägt), einen Viertelstab (angerundet), eine Viertelkehle (angekehlt), auch in reicherer Weise, besonders in der attischen Bildung, oben abschliessende Teil der Mauer S 70L — Sonst einfach der »Fuss«, » Untersatz«. Das abschliessende Gesims: -ge- sims; in ihm enthaltener Fries: -fries. — -erker Abb. 642, (Druckfehler für -ecke; s. N.) Für Säulensockel sagt man auch Base. — -glied, rundes: Der an Spätren.- und Frühbarockwerken oft vorkommende ge wölbte Fries des Unterbaues; vgl. Fries. — -schild s. Schilde. steine, Steine, die zu einem Sockel gehören oder gehörten. Sohlbank, Schwellstück einer Oeffnung, ge wöhnlich eines Fensters. — -höhe, die Ebene an einem Gebäude oder andern Auf bau, in welcher die -Sohlen, die untern Anfänge der Fenster (oder Blenden) liegen. — -gesims vgl. Gesims. Sommerdeich, ein Deich, der nur gegen die niedrigen Fluten der guten Jahreszeit zu schützen bestimmt ist 2, 648, 9. Sonnenscheibe, Sonnenuhr 38. Sopharoccoco 323,6 die Art und Weise, wie das Roccoco jetzt noch in der gemeinen Möbel tischlerei, in charakterlos zerflossener Form, fortlebt, und die sich besonders an Ruhe bettlehnen kennzeichnet. Spannung eines Gewölbes: dessen lichte Weite. Sparren, die schrägen Hölzer, welche verbunden die geneigte Dachfläche bilden. Sparrig 71,15 : mit dünnen Armen weit aus greifend. Sparrwerk 242, 12, das Gespärre, die Sparren, doch auch der ganze Dachstuhl. Spätbarock (spb.), spätgotisch (spg.) s. unter den betr. Stilarten. Spätestbarock: s. Barock; Ludwig XIV.; Zopf. Sphinx 566, 21, als Brunnenverzierung. Spiegel 32, 5, die Scheitelebene eines -ge- wölbes (150, 34). — -gewölbe ist ein Ge wölbe , das anfängt wie ein Klostergewölbe, wobei aber die Kappen bald in eine Ebene übergehen. Spiegelschrift s. Abb. 1297. 1358. 1605, im Spiegel lesbare Schrift. Spindel, die Säule (Achse) einer Wendeltreppe. Spindelstein 2, 55, 31, Wirtel, rundlicher, durchbohrter natürlicher oder künstlicher Stein , wie man sie seit den ältesten Zeiten bis ins 18. Jahrh. beim Spinnen und Weben und zum Beschweren der Netze gebrauchte. Spital S 134. Hier s. v. a. Armenhaus, Ver sorgungshaus Bedürftiger, Hospital (Gast haus, s. d.). Spitzbogen s. Gotik. — -fries S 72 s. Fries. — -profil der Rippen 2,586, 19: zugeschärft wulstiges. Spitzenklöppeln S 122. Spitzkropf, ein Kropf, dernichtgradlinig zwischen rechteckigen Winkeln, sondern spitzig vor tretend gestaltet ist, Abb. 1661 ; vgl. Abb. 68. Spitzsäule 2, 455, 22, Obelisk. Spitzwinkeliger Fensterfalz S 75. Sprengel (eig. Weihbüschel des Pfarrers, zum Sprengen mit Weihwasser), Amtsbezirk eines Pfarrers, Bischofs 59,31. 2, 1,6. Sprossen 2, 520, 45, wie bei einer Leiter. Spruchband = Schriftband. Abb. 1669. St : Stempel des Meisters. Stab 1) s. Rundstab, 2) Bischofsstab 42, 3. — Deutscher Stab: Viertelstab zwischen 2 Plättchen. Abb. 225b. Stabwerk 205, 37 , in gotischen Altären : die häufig vorkommende Ausfüllung der Ueber- hänge durch aufsteigende, durch Bogen verbundene Pfosten wie Abb. 740. Städte S130L Stadtgefälle 3, 36, die städtischen Abgaben. — -recht S130, s. Lüb. Recht. — - wage 1, 21. Staffel eines Altars, Altarstaffel. Bei älteren Altären fehlt sie öfters ganz; nachher ist sie meist ein rechteckiger Kasten; später schwingt sie sich nach beiden Seiten, zur Stützung der Flügel, wenn sie offen sind, aus. Vorn zieren sie öfters Gemälde, das Innere ist dann von neben zugänglich; nicht selten ist auch in der Mitte ein Schrein, bisweilen ist das Ganze vorn offen. — -bi 1 d , -stück, das die Altarstaffel zierende Kunstwerk. — -giebel, abgestufter Giebel. Abb. 394. Staffieren, Staffierung: bemalen, mit der farbigen Zier versehen, z. B. 89,21. — Staffierer 3, 17. Staller, in Eiderstedt der königliche Statthalter der Landschaft. Stammbaum der Maria S 148. Stammparzelle 2,415, 19. in einem zerstückten Gute der Teil, welcher den Sitz des früheren Eigentümers in sich begriff. Standarte 564, 14, Fahne (eigentlich an einem schwebenden Querholz befestigte Fahne, so 2, 406, 13). Standbilder aus Stein S121, aus Guss S118. Ständer eines Kronleuchters, Mittelsäule, an welcher die Arme befestigt sind; einer Kanzel, Empore: die Stütze (Abb. zu 2, 444); einer Tiire: die Pfosten 360,45; im Zimmer