W örterbuch. Schräge—Silberfunde. 213 Schräge einer Taufsteinkuppe 331 , 18 der schräge Teil unter dem walzigen, als Ueber- gang zum Stiele, wie in Abb. 1365. — Schräge eines angeschrägten (s. d.) Sockels 561,42. Schräggewandete, schrägwandige Fenster: Fen ster mit schrägen Wandungen, wie übrigens fast überall in romanischen Kirchen. Schrangen 268 (Abb. 384). 284, 9. 570, 5, Scharren (hd. Schirn), ein mit Schranken, Gittern eingefasster gedeckter Raum, beson ders eine Halle für den Fleischverkauf. Schranken des Altars S94; der Kirche S 100. Schrankblende s. Blende. Solche Schrank türen, S 106, haben oft Malerei S 141. Schreibergruppe in einer Kreuzigung: der Schreiber des titulus mit den ihn Umgebenden. Schrein eines gotischen Altaraufsatzes: der mittlere, kastenartige Teil. Hier im Lande ist er mit wenigen Ausnahmen rechteckig. — Schrein des hl. Martinus 2,197,28: Reliquienschrein. Schriftband ein mit Schrift bedecktes Band, Spruchband, Bandrolle. Abb. 1101. 1192. — -nimbus, Heiligenschein (s. Nimbus), der in Damascierung den Heiligennamen, öfters mit ora , oder ora pro nobis verbun den hat. Abb. 1047. tafelSi28, -car tusche, -füllung, -schild u. dgl. eine mit Sehr, bedeckte Tafel, Füllung u. dgl. — -grund, der Hintergrund der Schrift. SchUlerchor 273. 276,17, eine Bühne, auf welcher die singenden Schüler ihren Platz haben (s. Kapstuhl; Lettner). Schuppenornament, Abb. 1675; daher Schuppen pilaster 496, 16 u. dgl. Schurz des Crucifixes, s. Lendentuch. Schiissel, s. v. a. Taufschüssel S104L Schutzheilige S 82—89. schwachbusig 2,420,4 s. busig. Schwademfang, Dunstfang über dem Küchen herde oder einem Kessel 169, 33. Schwahl 2, 310 heissen die Kreuzgänge in der Stadt Schleswig; im Dänischen s v a 1 e, kühler, luftiger Gang. Schwarzes Kloster (2, 615), Dominikanerkloster. Schwarzlot, 416, 18, die dunkele Farbe, welche bei der Glasmalerei zur Zeichnung von Schatten und Umrissen aufgetragen und ein gebrannt wird. Schweifgiebel 116, 19. 573, 18 == geschweifter Giebel. Schwein S160. Schwelle 570,39, wagerechtes, einer Fachwerk- -wand als Unterlage dienendes Holz. Ge schnitzt Abb. 205. Auch -balken, -holz. Schwellung einer Säule, in der Frührenaissance oft mit Laubwerk geziert: ihre über dem Sockel beginnende Verdickung , welche weiter nach oben hin in die Verjüngung übergeht. Schwibbogen, eigentlich jeder offene Bogen, besonders aber hier der Chorbogen; ferner hiessen so auch kräftige Gurt- und Arkaden bogen. 455, 23 wol Turmbogen; 549, 5 un verständlich , wohl verschrieben. Schwingung eines Giebels, hohle 316,35 s. Abb. 1461. 531, 40 hohle Sch. eines Frieses, haldachinartig, s. Abb. 882. Schwulstbarock 120,12: schwülstiges Barock (s. d.). Schwung 46, 14 s. geschwungen. Schwurfinger, ausgestreckter Zeige- und Mittel finger 316, 9. 2, 41,42. Schwurlade S 106, eine Lade, auf welcher der Eid abgeleistet ward. Sie enthielt ein Evan gelienbuch. seloppeti mamales, Handkanonen, -geschütze. Vgl. Demmin, Kriegswaffen S. 80. Sculptur, Schnitz- und Meisseiarbeit, erhaben ausgearbeitete Darstellung. Sechseck ohne Beifügung: regelmässiges Sechseck. Sechseckfuss, -stiel eines Kelches s. Abb. 953- ii4- Sechspass, vgl. Pass. Umgekehrter Sechs pass: Sechseck oder S e c h s o r t mit hohlen Seiten (sechsspitzig) Abb. 320. passfuss eines Kelches S 114. sechsteiliges Gewölbe S 78. Seeabgaben 491, 20 Abgaben zur Unterhal tung von Seezeichen u. dergl. Seedeich , der Deich an der Seeseite. Rück wärts gelegene heissen Binnendeiche; andere Flussdeiche u. s. w. Seier, Seyer, Seiger 68,1. 99,8, Uhr. — -maker: Uhrmacher 475,12. Seigesitz 99, 11 Zifferblatt, -glocke 3, 39, Uhrglocke. — -haus, Uhrhaus. Seitenhang 84, 8 s. v. a. Nebenhang. schiff s. Schiff. Selbdritt (Anna) S153: Anna mit Maria und dem Kinde; vgl. sulfdrildde. Seminar 2,279,25. 506,3: Missionsanstalt. sepulchrum S 89, eine Vertiefung in der Mitte der Altarplatte oder gewöhnlicher unter der Platte in der Vorderseite der mensa. In ihr sind die Reliquien, welche der Altar be sitzen muss, enthalten, daher der Name se pulchrum oder Reliquiengruft. Seraphini 527,25 die Orgel? Siegel einer Kirche Abb. 1087. — -erde S. 67. — -Stempel, Siegelstock, Petschaft, doch auch z. B. 83, 28: der statt eines Siegels gebrauchte farbige Stempel. Siel, unterirdischer Wasserdurchlass. — -mass S131, dessen Weite. Signakel, gewöhnlich eine runde Zeichnung mit eingezeichnetem Kreuz, auf Kelchfüssen und Patenen angebracht; ähnlich sind die Weihe- kreuze, welche, fünf an der Zahl, in Altar platten eingemeisselt zu sein pflegen (129, 3). Zu Lensahn sind die S. im Altar mit Harz ausgefüllt. Silberfunde, Silberarbeiten Sii7-