Wörterbuch. Chorherren— Knollen. 198 nach St. Augustins Regel verbunden haben (nur uneigentlich, und in späterer Zeit, Mönche genannt). Der Vorsteher eines solchen Col- legiatstiftes heisst Probst (zuletzt hatte Bordes holm bloss einen Prior). — -kirche heisst 93, 3 der Ostteil der Kirche zu Lunden, weil er sehr lang war, oder weil er sehr viele Bühnen (»Chöre«) enthielt; 2, 169 zu Preetz der zum Chore gezogene, jetzt allein dem Gottesdienst dienende Teil der Kirche. — -Schluss einseitig (grade, platt) oder mehrseitig (aus dem Sechs-, Acht- u. Zehn- Eck). Selten trifft die Mittellinie auf eine Ecke, Abb. 132. 209,9. — -schranken S 94. 100 (Chorverschränkung 196, 36); vgl. gitter. — -Stuhl s. Chorgestühl — Die -winkel sind aussen am Zusammenstosse der Chorwände und der Ostmauer des Schiffes, wenn letzteres breiter ist als der Chor. Christus in Bildwerken S 138—47. 150. Ciborium 1) 526, 3 Gefäss für die geweihten Ho stien , auch in der evangel. Kirche im Ge brauch als »Dose«. Abb. 1005. 2) Baldachin artiger Aufsatz über dem Altartische, von dessen Decke das Speisegefäss selbst herab- hieng. Die Gestalt eines solchen C i b o ri e n - altars zeigt in Annäherung der zu Schles wig (Abb. zu 2, 256). Kilde, Quelle (dänisch) 50,13. cimbalum , cymbalum, Glocke des Refectoriums, Speiseglocke; 278 einfach Glocke? Cimber 2, 482, 32 Bewohner der Cimbrischen Halbinsel, oder daher stammend. Kinderfries s. Fries. — -Stuhl, Gestühl für Kinder s. Gestühl. — -haus 2, 511, 38 s. v. a. Vorhaus, Frauenhaus. Kirche vgl. Kapelle. — Kirchburgturm, ein Kirchturm, der zugleich als Burgturm dient, vgl. Wehrkirche. geschworene s. Kerk- svaren. hofpforten S 54 messe, ein Markt, der bei der Kirche, gewöhnlich am Jahrestage der Kirchweihe, dem Tage des Schutzpatrons, gehalten wird, 285,32. 2, 109, 32. 150, 3. spielskirche 2, 541, Gegensatz zu Klosterkirche. — -werf, die für eine Kirche aufgeworfene Werft 452, 43. Kirchenausstattung S 89. — - buch S 136 (vgl. auch Missale), heilige S 82 ff. — -hauptmann 3,43, w T ol einer der Kirch- geschworenen. lade 3, 14 dient zur Auf bewahrung der Urkunden und Wertsachen der Kirche. — -modell, Nachbildung einer K., ist häufiges Beiwerk und Kennzeichen von Heiligen, besonders der hl. Gertrud (Abb. 196). — -lehrer. Die 4 grossen lateinischen sind Hieronymus, Gregor d. Gr., Ambrosius, Augustinus. patrone S 82 ff. Vorsteher s. provisor, sluter. cireumstantiis (cum-martyrii) 2, 521,7, Apostel mit den Umständen (Kennzeichen) ihres Martertums. ciselieren s. ausciseliert. Kisten und Kasten S 106. Cisterzienserorden, 1098 gestiftet, geregelt 1113 durch den hl. Bernhard, daher auch Bern hardinerorden genannt S81. eivitas 2, 44. 494, Stadt. Klafter 2, 225, 21, sechs Fuss. Klappöffnung in einer Türe S 75. sitze s. Misericordien. Klauencapitäl s. Kapital. Klause S 81. 288, 16. 2, 156, 9 : einem Kloster gehörende Wohnung, welche Gelegenheit gibt, zeitweilig einzelne Mönche in die Ein samkeit zu senden. Kleeblattdienst hat die Form dreier zusammen gebündelter Wulste, das Kleeblattprofil (den -querschnitt) S78. — -enden am Kreuze sind kleeblattförmig ausgebildet. — -bogen, auch Kleebogen, Abb. 439. 1645; ge spitzter Abb. 665. Kleinodien eines Gotteshauses 2, 506, 19, gottes dienstliche Geräte aus edlem Metall. Kleriker 2, 156, 6, Geistliche. Klima, Einflüsse desselben s. Nordseite. Klingelbeutel S 117. 122. — -glocke 75, 21. 82,27. Klingglocke 2, 319, I, eine kleine Glocke. — Klingelzug S 117. Klinker sehr hartgebrannte kleine Backsteine, in der Marsch und in den Niederlanden viel im Gebrauche. Klöppeln S 122. Kloster (S 81) vgl. Kartäuser, Oratorienbritder. — -gewölbe 106,11. 302,25, ein über quadratischem Raume aus zwei sich gleich- mässig entgegenkommenden Tonnengewölben gebildetes Gewölbe; die Wangen neigen sich, von den 4 Seiten aufsteigend, einander ent gegen. Kluft: in Ditmarschen Zweig eines Geschlechts. Knagge 1) ein Stück Holz, da untergesetzt, wo eine Stütze u. dergl. am Abgleiten ver hindert werden soll, 2) eine Console, Abb. 207. 809 ff. Knauf, vgl.Capitäl. Kanzelknauf. Kn.amKelche, Leuchter: die Verstärkung in der Mitte des Ständers; Rotelknauf, wenn er mit Röteln, Blümchenknauf, wenn er mit Blümchen ge ziert ist. An einer Kanne der Knopf über dem Deckel oder über dem Scharnier (Schar nierknauf 107, 27). Knick: durch Knicken gedichtete Hecke (Ge- bttck), Scheide der Koppeln. gewan dt: ng, geknitterte Gewandung. — Knik- k u n g 355,37 s. Ausknickung. Kniebänke, -Schemel S 94. gal gen, ein Galgen der gewöhnlichen Form; die meisten bestanden aus einem bis drei Querbalken über Stützen. — -stück 2, 268, 40, bildliche Darstellung eines Menschen vom Knie auf. knitterig s. geknittert. Knollen an einem Kreuze 350, 2, wie Abb. I I330-