Wörterbuch. Griechischer Stil — Harde. 187 das Heil für die Baukunst versprach, hat in Schl.-H. ausser bei Anstreichern, Töpfern und Tischlern nicht viel Anhang gefunden. Doch verdanken wir ihr ausser der »edelein fachen« Ausräumung und »geschmackvollen« perlgrauen oder weissen Anstreichung vieler Kirchen 190, 23 und deren öden Gestühlen auch die baulichen und Ausstattungs- »leistungen« Hansens. Grisailmalerei 2, 21, 9 die Glasmalerei in ihren Anfängen, mit Schwarzlot (s. d.) auf weissem oder graulichem Glase. grisei ordinis 2, 538 vom Grauen (Franziskaner) Orden. Gros-TournoiS2,191, 17 eine französische Münze. Gruft S 126. Grund eines Reliefs, Bildes: dessen Hintergrund, landschaftlich, figürlich, architektonisch, nach den Gegenständen. Er kann in Gold ange legt sein (Goldgrund). Malerei Uber Holz kann Leinen, Kreide u. dergl. zur Unterlage haben. Grundierung: Anlegung des Grundes, auf den die Farben aufgetragen werden, auf die Metalltafel oder das zu bemalende Schnitz werk. Vgl. geschält. Inschriftengrund: die mit Inschr. besetzte Fläche. Pilaster grund: der vertiefte Teil eines Rahm pilasters. Grund derKu ppe ei nes Kelches (35*• 39)’ der unterste, sich einziehende Teil der Kuppe, von innen oder von aussen ge sehen. Vgl. Schale. Grundriss. Eine Kirche bedarf eines Schiffes und eines Chores (doch vgl. Chor). Der einfachste Gr. einer Kirche S 54. 59 ist also der, welcher diese beiden Teile aufweist Abb. 42 (»frühgotischer Gr.« genannt 117, 28); [ reicher ist er, wenn er mehrere hat oder sie freier ausbildet; unvollständig, wenn der Chor fehlt. Als romanischer Gr. ist der zu bezeichnen, der am Chor noch eine Apsis hat S 55. 65. Unregelmässigkeiten des Gr. j S 59. Gebundener Grundriss (s. d.). — einer Kanzel vgl. Austritt. — sächsischer, dänischer von Häusern u. s. w., der in den betreffenden Gegenden für den Hausbau S 133 eingehaltene Grundriss. — Grundstein S 54. 80. Gründung von Städten S 130; von Kirchen S 53. Gurt, — bogen (vgl. Bogen) im Gewölbebau die Bogen, welche gleichartige und zusammen gehörige Joche von einander trennen. Sch iff- gurt, Chorgurt: Gurt im Schiffe oder im (dann mehrwöchigen) Chore. Wandgurte nennt man auch wol die in ähnlicher Weise die Wandpfeiler verbindenden und so auf der Seite das Joch begrenzenden Scheidbogen und Längsgurte, bisweilen die Schildbogen, wenn diese sich als Gurt rippen in der Gestalt nicht von den eigentlichen Gurten unterscheiden. Abb. 795- 1200. 1211. — -gesims s. Gesims. Guss s. Röhrenguss. — -arbeiten S 118. — -Stahlglocken S 118. —- -werk s. Füll werk. — -Zeichen s. Giesszeichen. Guter Hirte S 139. Halbfigur eine menschliche Gestalt ohne den Unterkörper. säulen als Gewölbestützen S 79. An Kanzeln S 95. Halle, grosser Raum, so besonders der den grössten Teil des Erdgeschosses eines Hauses der alten Bauart einnehmende, gewöhnlich mit von Stützen getragener Decke 2, 499, 8. Ferner ein gewölbter Raum mit gleichhohen Schiffen 2, 345, 29, zweischiffig S 60. Eine Kirche, deren Schiffe gleichhoch sind, also eine Halle bilden, 456, 2. 522,3. 551,2, heisst daher Hallenkirche 198,30. S 60. Hallig, Warder in der Westsee, von den »Inseln« dadurch unterschieden, dass weder ein Deich, noch natürliche Erhöhung vor der Überflutung hoher Wasserstände schützt. — -kirchen S 60. Anm. Hals einer Halbinsel 547, 14, die sie mit dem Lande verbindende Enge. — -eise n S 131 ein eiserner, an einer Kette befestigter Ring, mittels dessen ein Übelthäter gefesselt und öffentlich ausgestellt wird. Haltekreuz (2,475,30) einer Sanduhr: ihr kreuz förmig geschmiedeter Halter. Hamburger Tonne 526, 10 ein Mass, das zwei Centner Getreide fasst. — Fuss = 0,2865 m allgemeines Mass der Herzogtümer; daneben galt im Schleswigschen, und zuletzt gesetzlich ausschliesslich, der rheinische 0,31385 (dänische), davon zwei eine dän. Elle sind. Hamme 54 ff. in Ditmarschen eine auf Ver teidigung berechnete Einrichtung: Sperre. Handschelle 2,215, 4 2 > vgl. Richtgerät. — -Schriften S 123. — -tuch S 122. — -tuchhalter S 107. Hang. Crucifix mit tiefem Abb. 112, flachem, breitem Abb. 1330 Hang, nach der Haltung der Arme. Tiefer Hang findet sich in der späten Barockzeit charakteristisch für den Realismus derselben. Hängekammer s. v. a. Gerwekammer; Kammer zum Auf hängen der Gewänder? 94, 7. — -leuchter = Kronleuchter. — -zapfen, herabhangender Zapfen, besonders der in späterer Zeit öfters vorkommende am Schluss stein eines Gewölbes 13, 3. 2, 7, 27. Vgl. Lampette. Harde. Die dänischen Landesteile sind seit ältester Zeit in Harden eingeteilt, wie die deutschen in Gerichte. — -skirche 312,23 (tilge Z. 22 das Komma und setze nach Hardeskirche ein »und«!): die Kirche einer Harde, wie man annehmen kann, dass in Deutschland ursprünglich in der Regel jedes Gericht zunächst ein Kirchspiel bildete 8, II. — -svogt der königliche (herzog liche) Vorsteher, Amtmann einer Harde.