Wörterbuch. Geschoss — Giebel. 182 Abteilungen über einander gliedert. Bau werke von mehr als zwei Geschossen (Haupt- und Obergeschoss) sind in diesen Landen sehr selten. geschrägt. Oben geschrägte Platte 140, 21 : Platte mit schräger Oberfläche. — Profil eines Sockels S 71. Abb. 11. Kuppe eines Taufsteins, unten geschrägt (106, 42). Abb. 1365. geschuppt, mit Ornamenten in Form von Schuppen oder Dachziegeln gedeckt 309, 23. Geschütze S 136. geschweift s. ausgeschweift: Giebel Abb. 1233. 1272. e Kuppe eines Kelches: eine solche, die sich unter dem Rande nach aussen ausbiegt 340, 10; wie Abb. 380. geschwellt 88, 2 Lichthalter s. v. a. gebaucht, vgl. Abb. zu 466. Säulen Abb. 71. 118. 645. Ren.-Säuien sind an der Schwellung, Wi nn sie unten ist, gewöhnlich mit Akanth verziert. geschwungen und infolge einer zur Ueberliefe- rung und Gewohnheit gewordenen Kunst richtung »manieriert geschwungen« sind Figuren, deren Linien mehr oder weniger auffällig den Zug der Schönheitslinie dar stellen 39, 2. 42, 8. Abb. 737. Sonst auch s. v. a. geschweift, nicht gradlinig, z. B. Stützen Abb. 1400. Giebel Abb. 1387. Hohl geschwungener Giebel ein G., dessen Seiten konkav sind. Gesims S 71—73 : die Gliederung, welche einen oberen horizontalen, Abschluss bildet. Neben dem Hauptgesims, Dachgesims (oft auch ein fach: Gesims) unterscheidet man Sockel- gesims über dem Sockel, Gurtgesims zur Umgürtung eines Bauwerkes, Trennung der Geschosse, äusserlicher Gliederung (Sohl- bankgesims), in gotischen Gebäuden Kaffsims zu nennen, wenn in ihm die Sohlbänke der Fenster liegen, auch Tür-, Fenstergesims und überhaupt Deck gesims. Von dem Hauptgliede erhält es anderweit Namen als Rundbogen-, Kon solen-, Triglyphengesims u. s. w., wenn eine Rundbogen- oder Konsolenreihe u. dergl. den Charakter des Ganzen bestimmt. — gehäuftes Gesims s. gehäuft. Gestäbe von Fenstern S 76. gestabt ist eine Balkenkante, wenn sie als Rundstab ausgebildet ist, eine Kehle, wenn in ihr ein Rundstab liegt 2, 216, 33. gestelzt 502, 18 ist ein Bogen, dessen Schenkel, ehe sie sich zu krümmen beginnen, erst senk recht aufsteigen. Kurze Vorlagen unter den Bogenanfangen, die denselben Zweck haben, wie die Stelzung der Bogen, nämlich diese zu überhöhen, heissen Stelzen 273,2. gestempelte Ziegel s 69. Gestühl S 98f. Vgl. Stuhlkopf. Wange. Brü stung. Chorgestühl, Beichtstuhl, Frauenstuhl, Küsterstuhl. Romanisierend Abb. 1230. Go tisch Abb. 1045. 1203. Ren. Abb. 316 f. — -köpf spg. 396. 435. sptstgot.'599. fr. Ren. Abb. 94. 121 ff. sp. Ren. 422. — -bilder, Täfelungsbilder, gestumpft, gestutzt, des Oberteiles beraubt (vgl. geköpft), Turm 17, 16; Gestühl 86,9. Getäfel die eine Brüstung bildenden oder eine Fläche bekleidenden Füllungen mit den sie umgebenden Friesen. Getäfelte Decke S89. Gethsemane S 140. getreppt s. ausgekantet, getrieben s. Treibarbeit; hoch — flach — sagt man nach der Höhe und Kraft des er zielten Reliefs (s. d.). — getr. Taufen S 103; Leuchter S 113. getüncht, mit einer weissen oder weisslichen Erdfarbe angestrichen 449, 20. getuscht, mit Tusche gezeichnet. Gewände, die Seitenteile einer Tür- oder Fenstereinfassung unter dem Beginne der Abdeckung. Ihre Gliederung besteht meist in Profilierungen; in der Ren. ist ihre Innen seite (Leibung) bisweilen mit Ornament be deckt (2, 524, 4), die Vorderseite aber manig- faltig umrahmt. Gewänder, Gew'andung s. geknittert, gewandet z. B. schräg-: mit Gewänden versehen, z. B. schrägen. Gewändstein, ein von einem Gewände stam mender oder dazu gehöriger Stein 436, 30. Geweih S 108. — -leuchter, Hängeleuchter, dessen wesentlichster Bestandteil ein Geweih ist S 108. Gewichte S 131. gewirtelte Säule s. gegürtet. Gewölbe S 77—79. Vgl. Kreuzgewölbe, Kloster gewölbe, Tonnengewölbe, Spiegelgewölbe, achtrippig, achtteilig. Rippe. Fach. Kappe. Joch. — -bauten, profane S 134. — -be- malung S123. Schluss hangend S 79. Stützungen S 79. gezackter Bogen, Zackenbogen in der Früh renaissance häufig an Gestühl und Kanzeln. Abb. 980. 1478. 1607. Gotisch: 1205. 1547. gezinnt, vgl. gelocht. Giebel, die lotrechte Abschluss wand eines Sattel- oder Pultdaches; -— gebrochener, ge schwungener (s. d.). — Den Uebergang zum Giebel von einem unteren breiteren Geschoss vermitteln in Frührenaissance-Weise nebenge setzte Voluten oder Anläufe 316, 34. Gotische Giebel haben gewöhnlich Staffeln (Staffel giebel) oder sind nur durch Blenden S 73 gegliedert. figuren, die auf dem Giebel stehenden oder im Giebel angebrachten Figuren. — -förmig, in Form eines nach oben geschlossenen Winkels 427, 6. — -häuser: Häuser, die den Giebel der Strasse zuwenden.— -nase Abb. 1452.— -reiter s. Dachreiter 221, 8. 363, 38. Abb. 772. 916. 941. — -relief, ein Reh, welches