17» W öi terbuch. Fältelgewand — Flachtonnendecke. Fältelgewand 2, 639, 5, gefälteltes Gewand. Faltenkapitäl S 80. Falz, eine gewöhnlich rechtwinklige (spitzwinklig Abb. 58) Rinne, welche an Stelle einer Kante tritt (Auskantung), doch auch als Einsprung in schrägen Flächen (Fasen) vorkommt. Ein »ausgekanteter«, ein »mit Falz versehener« Bogen kann auch vielfach als ein »mit einem Blendbogen umgebener« Bogen bezeichnet werden. So besonders in der Umrahmung der Dreierfenster. Familie, hl., S125. — Familienbilder S 162. Fangelturm, Treppenturm zu Petersdorf 2, 91, 24; nach Otte heissen an der Ostseeküste die Warttürme so. fanum, Heiligtum, Tempel 223, 15. Färbung und Bemalung S 123—6. Faschine, Reisiggeflecht, Hürde 2, 226, 12. Fase == Abschrägung einer Kante; gefast = abgeschrägt. Gefast ist ein Balken , Türe, Fenster, wenn die Kanten weggeschrägt sind. Fassade, Schauseite eines Gebäudes, auch z. B. einer Orgel 229, :6. Fayence S68. 116. 121, Steingut, Thongeschirr mit weisser Glasur überzogen. — -ofen, Ofen aus solchem Stoffe hergestellt, so 183, 23- Feld 2,5, 11 = Fach eines Fachwerkhauses. — Portalfeld = Bogenfeld. — Felder der Kanzel, die Flächen der Seiten zwischen der Gliederung der Kanten, des Sockels und des Frieses. — -decke, in Felder geteilte Decke 2, 17,40. 632, 14, vgl. Kassettendecke. — -kreuz S 121. — -Schlange s. Falkaune. — -stein , auch »Fels« (Felsenmauer 2, 226, 6), wird in Schlesw.-Holst. der als Findling fast allenthalben ausser in der Marsch vor kommende nordische Granit (gewöhnlich Syenit) genannt. — -steinbau S 54. 65. Vgl. »Verband«. Fenster S 7S f. 273, 14 s. V. a. Fensterscheibe. Die Knäufe gotischer Kelche sind gewöhn lich mit blinden oder offenen Fenstern ver ziert. — -blende, eine Blende von Form und Aussehen eines Fensters 96, 39. — -bogen, der Bogen, welcher das Fenster deckt 44, 18. — -entlastungsbogen s. entlasten. — -ge wände s. Bogen. — -leibung s. Leibung. — -lucht 264,7, die Verglasung eines Fensters. — -paare {rom. u. Uebergangsstil) S 75. profil, die Gliederung der Fensterumgebung, insbe sondere der Gewände. sohle = Sohl bank s. d. — -stabe, die die Lichter des F. von einander scheidenden Pfosten. — -stürz s. Sturz. feria, Wochentag. ferreae quinquipedae , eine Art Geschütze, 5 Fuss lang, aus Eisen. Festungen, feste Plätze Sl29f. Feuerkorb S118. — -gabel S 135. luke 3,21. Fiale, Ziertürmchen (Abb. 332. 596. 599. 1535) in durchgebildeten hochgotischen Bauten den Abschluss der Strebepfeiler bildend. In der schlesw.-holst. Baukunst haben sie keinen Platz (s. Gotik), finden sich aber am Gestühl und an Altären oft gebraucht; auch gebogen 20 °, 35, und ihre Gestalt lebt in den An fängen der Ren. noch fort; bes. in Gestühlen 381,3. Abb. 1163. Fibel, fibula, Spange zum Heften der Gewänder .139,9- Fides, Glaube, s. Haupttugenden. Figurenornament 140,45, figürliche Stuccatur, figürliche Bemalung, Ornament und andere Darstellungen, in denen Figürliches vor kommt. Filiale (= Tochterkirche) 220, 36. 420% 10 Kirche mit eigenem Kirchspiel, aber ohne eigenen Geistlichen und unter dem einer anderen Kirche (der Mutterkirche) stehend. Filigranarbeit S 116: Edelmetallarbeit, bei welcher feiner Draht den Stoff der Ver zierungen bildet. Finstern Stern, Kapelle zum 183. 158, 2; Name entstanden aus finis terrae? First des Daches, die Linie, in der sich die Dachflächen eines Satteldaches schneiden. Firstwalmdach, ein Satteldach, dessen beide Enden abgewalmt sind (Abb. 535). Die Richtung der First folgt gewöhnlich der Achse des Gebäudes (О.-W.); bisweilen weicht sie ab (N.-S.). Fisch, goldener S 117. Fischblase , eine im Masswerk der Spätgotik vorherrschende Figur, in Abb. 1204. 1524. 1535; zu 2, 138. In Schlesw.-Holst. ist sie im Ganzen weit seltener und bescheidener aufgetreten als anderswo; in der Baukunst fehlte es dem Backsteinbau an Gelegenheit zur Anwendung, und die Holzschneidekunst griff lieber zu dem leichten und schwung haften Laubwerk. Am häufigsten finden sich F. gebraucht in Masswerkfriesen, die an Altaraufsätzen Quergliederungen bilden. Fischgrätenverband s. ährenförmig. Fischmann (Wassermann), männliche Figur, deren Unterteil in einen Fisch ausläuft 260, 42. engel, ein so gebildeter Engel. fl. rh. == Gulden rheinisch 1, 714 Mark. flachbogig'. in flacher gedrückter Linie ge sprengter Bogen 68,24.443,9; flachspitz 310,37: ein sehr gedrückter Spitzbogen. Flachornament der Ren. Abb. !9of. 1384. 1461. 1609. Gegensatz: Reliefornament. Flachrelief 419,14, flaches Relief 316, 7 (Gegen satz : hohes Relief, runde oder fast runde Ar beit) : erhabene Arbeit von geringer Erhebung des Einzelnen über den Grund. flachrundbogig s. flachbogig. Flachtonnendecke: Decke mit einem flachrund- bogigen Tonnengewölbe 1,2,15.