174 Wörterbuch, bowmester—Deckel. bowmester 64, einer der Kirchgeschwornen. Bracteat , Blech- , Schüsselmünze, mittelalter liche Münze aus dünnem Blech, gewöhnlich Silber, daher nur einseitig geprägt. Sie sind von den Giessem nicht selten verzierungs weise angegossen, so besonders als Brust warzen (2, 207, 2) bei den die Taufen stützenden Figuren; auch an Glocken. Brandgilde 3,28, eine Brüderschaft zur ge meinsamen Tragung von Brandschäden. bref 2, 93, Urkunde. Brenneisen S 131, Stempel zur Kennzeichnung der schweren Verbrecher. Brettertonne 2, 645, 16, aus Brettern herge stelltes scheinbares Tonnengewölbe. Bretzelstil s. Barockstil. Breve 2, 551, 13, päpstliche Urkunde. Brokat, seidener Stoff mit gesticktem oder ge webtem Muster. Brökeregister 3,3S, Brüchebuch, Verzeichnung der auferlegten Geldstrafen. Bronze S118—20. 143, deutsch Erz. — Als -periode 60, 12 bezeichnet man die Zeit, in der Waffen und Gerätschaften, wie man sie in Stein- und Hügelgräbern findet, vor zugsweis aus Erz gefertigt wurden. — -taufe S 102 f. Brotseite, die nördliche Seite des Chores; die südliche heisst Kelchseite. Brüche Geldstrafe; daher Brüchprotokoll, -register 3, 6. 8. 11. 33. Brücken S135. Brüderschaft S 82, Gilde, Congregation, Ka- land (s. d.): Vereinigungen von vorzugs- oder teilweise religiösem Charakter zu ge selligen und geistlichen Zwecken. Brüggemannsche Schule: als ihr angehörig kann man Werke bezeichnen wie den Mel- dorfer, Delver, Schwabstedter, Lecker, Gel- tinger Altar und andere Hauptwerke spä tester Gotik. Brunnen S 117. 131. Brustschild S 117, die Spange, die den bischöf lichen Mantel, das pluviale, vorne zusammen hält. Bücher, Büchereien Sl22f. Buchbe schläge S 117. Buchbeutel, Beutelbuch, Buch in beutelförmigem Einband, der dienet, um es zu schützen und bequem tragen zu können. Abb. 1514. Bückeberger Stein S 67. Buckel, rundliche, gewöhnlich ausgetriebene Erhöhung auf Metallarbeiten, vgl. gebuckelt. Bühnen S 98 f. vgl. Emporen; bemalt S 124. — -stützen S98. 100. Bulle , eigentlich Siegelkapsel, dann die mit solcher versehene Urkunde, besonders eine päpstliche. Burg S 131—3.— -fried statt Bergfried: zum Bewohnen geeigneter Hauptturm; doch be zeichnet es 2, 59, 31 offenbar fälschlich den grössten Treppenturm. busig (hoch-, schwach-), auch wol gebust sind die Gewölbfächer, die nicht in straffer Richtung die Räume zwischen den Rippen schliessen, sondern für sich mehr oder weniger rundlich, selbst kuppelartig, gestaltet sind. Sehr hochbusige Gewölbe (2, 71, 14) hat öfters die späteste Gotik; die Kappen er scheinen dann wie von Backofen oder Zucker hüten überstülpt. Büssersitz S 98, Sitz für die mit Kirchenstrafen Belegten. Büsten S 118. 121. 128. Büsumer Gruppe von Erztaufen S 102. C: die mit diesem Buchstaben beginnenden Wörter sind sämtlich bei K eingereiht. Dach S63, gebrochenes 183,4, auch franzö sisches 261, 35 Abb. 374. — Vgl. Pultdach, Querdach. — -deckung (Stoff) S67L — -durchgang in einer Kirche im Dachge schoss, besonders über dem Chorbogen, 531, 26. (2, 7, 19.) erker S 134, -giebel Abb. 1455. — -nase, -kaupe, Kaupe S 134, Abb. 816. 1243. — -fries, -ge- sims: Fries, Gesims unter der Dach- (Trauf-) li nie. geschoss, das Geschoss über den Dachbalken. — -reiter, -türm, Auf reiter, gestaltet als Oberteil eines Turmes, den nichtein vom Boden aufsteigender Turm unterbau , sondern das Gebäude selbst, aus dessen Dache er entsteigt, trägt. Abb. 895. 930. Er wird zum Giebelreiter, wenn er am Ende des Gebäudes an oder auf einem Giebel sitzt. zinke S117, geschmiedete Zier eines Daches, gewöhnlich als Wind fahnenträger S118. damasciert sind Goldgründe und Gewänder durch Aufträgen oder Eintiefen farbiger Musterung. Vgl. ausgeschabt. Dambret spielen 441, 30. Danebrog, die dänische Nationalfahne 149, 24. 558. Vgl. Labarum. Dänische ländliche Bauart S 133. — Turm S62. Darstellung Christi S 125.139. Daumenschrauben N. n. S 131. David-Joriten (Davidisten) 195, eine wieder- täuferische Sekte, Anhänger des David Joris- zoon aus Delft, geb. 1501, f 1556 zu Basel. Decan 356, 17. 2, 156, 7 Dechant: Diakon des Bischofs an der Stiftskirche. Beim Kaland der Vorsteher 455, 4; Dechanei dessen Wohnung 458, 45. Decke eines Altares S 122. Deckel über Taufsteinen, Kanzeln: Tauf deckel sind bisweilen verschliessbar, und meist sind an den Taufsteinen noch die Ver schlussvorrichtungen kenntlich. Nicht selten sind die Taufdeckel sehr hoch aufgebaut (Abb. 1513), ebenso die Kanzeldeckel (Abb. 979). — -führung bei Rauchfässern wird