Wörterbuch. Biedermannsstil—bombastisch. ’73 in und über die Mitte des 19. Jahrh. Die Richtung geht vom Empire aus. Die Wieder aufnahme des Kölner Dombaues war der An- stoss zum Abschluss dieses dürftigsten und unvermögendsten Zeitraumes, nachdem ihm die Einverleibung griechischer (s. d.) Ele mente nichts hatte helfen können. Bildenschneider N. 14. 15, Bildschnitzer. Bilder S91. 125. Auf Holzwerk S 124. — Bildepitaph, ein Epitaph, dessen Haupt schmuck in Malerei besteht 213. — -altar S91, Altaraufsatz mit Bildern. — -folgen S 124. — -schrein: Bilderaltar. —-Staf fel: Altarstaffel, mit Malerei geziert. — -Sturmereien S 89. — Bildweberei S 122. Bildnisse von Personen Slölff. Bileam S 159. Binder, ein Stein, der mit seiner Länge in die Wand hineingeht, also mit dem Kopfe sicht bar bleibt. Ohne Binder würde sich eine Mauer in Schichten hinter einander spalten, oder wenigstens, beim Füliwerk, die Ver kleidungsschicht loslösen (280, 37). kranz 531, 30 ein eine Oeffnung oder einen anderen Bogen umgebender Bogen, wenn er aus lauter Bindern besteht. Binnenkirche 2, 173,4, der innere, etwa von einer besonderen Mauer (wie zu Preetz) um gebene Kirchenraum. bimförmig S 78 f. ist das Rippenprofil in den besseren gotischen Bauten besonders des 14. und 15. Jahrh., im Querschnitte einer Birne nicht unähnlich; der Birnstab kann sein flach oder breit, und, nach der Form des vorn liegenden Plättchens, scharf oder stumpf. Vgl. Abb. 806. 919h. Bischofsgut 2,1,6 die Besitzungen eines Bischofs; sie unterscheiden sich von denen des Dom stifts (Stiftsgut). — -hof, Behausung des Bischofs. — -hut, -mütze, Mitra, s. d. — -ring S 117, der dem Bischof bei seiner Einsetzung übergebene grosse Fingerring. — -stab s. Krummstab. Blätter (s. Laubwerk) sind ein häufiger Schmuck gotischer Arbeiten. Vgl. Abb. zu 2, 256. Abb. 320. Gereiht bilden sie gewöhnlich als Blumen-, Blätterkamm den oberen Abschluss auf Altarschreinen. S. Abb. zu 450. 492 ; vgl. Abb. 158. Blätterstab Abb. 762: ein durch Blattwerk durchgezogener Stab. Bleidach S67. — -crucifix S 145L Blende S 73: blinde, d. h. durch eine Rück wand geschlossene Wandöffnung, öfters fensterartig (Fensterblende) Abb. 921. 1622. Blendengliederungen dienen zur Ver zierung, besonders der Giebel Abb. 178. 394. 887; einzeln oder in Reihen zur Erleichterung von Wänden (346, 22), Aufstellung oder An bringung von Bildern (2, 586, 42. Abb. 388), auch als Schränke (Schr ankb 1 ende) 198, 44. Abb. 933. Das Profil der Blende, d. h. ihrer Gewände, kann verschiedener Art sein (rechteckig, ausgekantet u. s. w.) ; ihre Ueber- deckung ist spitz-, rundbogig, flach, auch zweiteilig (Doppelblende, s. d.). — Feh marsche Aussenblende s. d. blind (s. Blende) können nicht nur Fenster u. dergl. sein ; auch z. B. eine Empore, Docken reihe, welche einen geschlossenen Hintergrund hat 460, 17, eine Orgelansicht ohne Orgel. Blockhaus S 130. 58,9. 453, 35: kleiner Festungsbau älterer Zeit (aus jüngerer 238, 7). — -schloss, Türschloss, dessen Kasten in einem starken ausgehöhlten Holzblocke besteht. ■—• - verband S 70 s. Verband. Blumen s. Blätter. — Blümchen an Kelch knäufen statt Röteln S 114. Abb. 953, daher Blümchenknäufe. — -kämm s. Blätter. korbkapitäl 2, 220, 33, eine im Car tuschestil der Ren. bisweilen vorkommende Kapitälform. — -stocke, -vasen finden sich öfters, in einfacher Weise im Profil flach aus dem Metall ausgearbeitet, als Schmuckteil der Kronleuchter angewandt; sie umgeben in der Regel, von den Oberteilen der Arme oder besonderen Zierarmen ge tragen, den Mittelteil des Oberbaues. Vgl. Vase. — -werk S97 s. Barock. Blütlein Jesu-Kapelle: Kap. zum hl. Blute 2, 667, 2. Bodenring einer Taufe s. Abb. 102. — -ent- wässerung S 54. Bogen. Uebergreifender B. Abb. 632. Bogen aus einem Stücke S 75. — Apsis- s. Apsis. — Fenster-, der Teil der Umfassung eines nicht von gradlinigem Sturze gedeckten Fen sters, der über den Gewänden liegt. -Chor-, Triumph- (einfach »Bogen» 406,34): der Bogen, der den Ostgiebel des Schiffes trägt und im Inneren den Chor mit dem Schiffe verbindet. — Turm-, der entsprechende Bogen, der die Ostwand des Turmes trägt, wenn dessen Untergeschoss mit der Kirche in Verbindung ist. -— - anfang, der Punkt, über dem die Gewände in den Bogen über gehen. — - fe 1 d, der Raum unter dem Bogen über einer die Bogenanfänge ver bindenden Linie oder dem auch etwa anders gestalteten Abschlüsse der darunter befind lichen Oeffnung, in romanischen Portalen als »Tympanon» halbkreisförmig und oft mit bildlichen Darstellungen geziert Abb. 230. 505. — -fries s. Fries. — -kranz 185, I, die den Bogen bildenden Steine (Bogensteine 436, 30). leibung,dieinnere gekrümmte Fläche eines Bogens. Bohlbrücke 60, 18. 61, 13, hölzerne Geh- oder Fahrbahn, zur Ermöglichung des Uebergangs auf morastigen Untergrund gelegt. Böller, kleine Kanone zum Freudenschiessen. Bollwerk s. Bastei. bombardista 3, 33 Stückgiesser. bombastisch 2, 304,4 s. barock.