170 Wörterbuch. Armenblock—ausgeschweift. sind öfters früher Behälter für die Kirchen kasse oder andere Wertgegenstände gewesen. — -Stift 2, 330,21 vgl. Spital. Armschiene, der Teil der Plattenrüstung, der die Arme deckt. Asarotmosaik 2, 447, 41, eine Art Mosaik, deren Zeichnung den Fussboden als unge- fegt, mit Resten allerhand Art bedeckt er scheinen lässt. assumptionis mariae (Mariä Himmelfahrt) 15. Aug. Astanfänge an einem Kreuze: oft ist das Kreuz als Stamm ausgebildet und an ihm schein bare Anfänge von abgebrochenen oder ab- geschuittenen Aesten dargestellt 18.252. 558. — -werk. Eine in der spätesten Gotik eindringende, als gotischer Zopf zu be zeichnende Liebhaberei verwendete an Stelle der architektonischen Masswerke und Profile solche, welche wie aus abgestorbenen Aesten gebildet erscheinen 43, 3. 200, 36. Abb. 324. Zu 2, 640. Asyl 63,44 deutsch Freiberg: Zufluchtsort für Verfolgte; recht, das Recht der Kirchen und Klöster, Verfolgte aufzunehmen und zu schützen. Atlas (Mz. Atlanten), kraftvolle männliche Figur, die statt einer Säule als Stütze ver wandt wird 2,29,4. Der Hermen atlas 2,351,10 ist im Unterteile ein viereckiger Hermpfeiler. atria 566 Anm. vgl. 2, 446, 18 »Hof«, adeliges städtisches Wohnhaus. Attisch S71, ist ein Sockelprofil, in dem auf einen Wulst eine Kehle, darüber wieder ein Wulst, mit den nötigen Plättchen dazwischen, folgt Abb. 477 a. Auch an Kämpfern findet sich diess Profil Abb. 474. 636. Attribute der Heiligen, die von ihnen geführten Kennzeichen, gewöhnlich auf die Art ihrer Marter deutend.— der Tugenden s. Abb. 1209 ff. Auferstehung S 146. Aufführungen, dramatische S 138. Aufgelöst 542,17 sind architektonische Formen, wenn die Glieder nicht in der ihnen zu kommenden Bedeutung und im Zusammen hänge mit einander, sondern willkürlich um gebildet und vereinzelt angewandt sind. Auflagearbeit Abb. 1520 ist eine Verzierungs art, die sich von einfacher Einlagearbeit da durch unterscheidet, dass hier das Ornament nicht in den Grund eingelegt, sondern als dünne Platte aufgeleimt wird. Auflösung vgl. aufgelöst: der Uebergang einer Gliederung in eine sich aus ihr ergebende feinere 2,205,19. 525,24. Aufreiter 2, 499, 4 s. v. a. Dachreiter. Aufsatz s. v. a. Altaraufsatz. So wird auch der einigermassen selbständige Oberteil eines architektonischen Werkes, Kanzeldeckels, Kronleuchters genannt, ausser welchem, wenn er in der Mitte steht (Mittelaufsatz), auch Nebenaufsätze vorhanden sein können. Abb. 319. Aufsteigsteine für Reiter S 135. Aufzugerker, -nase, Abb. 1452. Augustinerorden S81 1) ein Bettelorden für Männer um 1150 gestiftet, für Frauen 1177; 2) regulierteChorherren des Augustiner-Ordens s. Chorherren. auratus eques 526 ist vom Kaiser zum Ritter geschlagen. Aureole, ein Heiligenschein, Strahlenkranz um Haupt oder Körper. Besonders auch die mandelförmige, auch als Mandorla oder Osterei bezeichnete Umfassung, wie in Abb. 281. 1522. ausciseliert 301, 39 ist ein Gusswerk, wenn es nach dem Guss noch mit Werkzeugen, besonders dem Meissei, verfeinernd überarbeitet ist. ausgebuchtet, mit Ausbuchtungen versehen, wie z. B. Abb. 1288 a. Kelche der Barock zeit haben oft in Vielpassart ausgebuchtete Füsse, doch von nicht gleich kräftiger und strenger Bildung. ausgegründet (davon: Ausgründung) sind Ornamente, Figuren 2, 252, 20. 353, 36. 672, 1, wenn sie durch Vertiefung des Grundes aus dem vollen Holze gewonnen, in dasselbe hineingetieft sind. ausgekantet ist eine Kante (ein Bogen, Bogen fries 102, 36), wenn statt der Kante ein, in der Regel rechteckiger, Einsprung erscheint. Sind der Einsprünge mehrere, so erscheint die Kante (das Gewände, der Pfeiler) als ausgetreppt, eingetreppt, mehrfach abgesetzt; solche Austreppung kann also drei- und mehrkantig sein. ausgekeilt sind Gewölbe 549,4, deren Risse unter Anwendung von Keilen gebessert und gefüllt werden. ausgekragt, auskragen, Auskragung. Stützende Steine, die aus der Wandfläche hervorstehen, einzeln als Kragsteine, Abb. 74. 1125, odereine vorkragende, ausgekragte Schicht bildend, sind erforderlich, wenn ein Mauerkörper über die Flucht eines anderen herüber ausladen soll. Auch steinerne Erker und Erkertürmchen pflegen (Abb. 772. 793) mit mehreren über einander immer weiter ausladenden Schichten auszukragen oder (Abb. 2) auf einzelnen Kragsteinen zu ruhen. Einzelne Bauglieder, Kopfbänder , Rippen, Bogenansätze kragen aus, wenn sie nicht unmittelbar aus ihrer Unterlage entstehen Abb. 1544 c. ausgeleert (Altarschrein): Der Schnitzerei be raubt, dass der leere Kasten übrig ist 326, 17. ausgelöst s. ausgewechselt. ausgeschabt in Mustern 2,435,35 auch »da- masciert«. ausgeschweift, vgl. geschweift: nicht gradlinig, sondern in unregelmässiger, mehr oder weniger willkürlicher Weise behandelt.