Wörterbuch. Ahnenwappen—Altsächsischer. 168 Ahnenwappen, die Wappen der Voreltern. ährenförmiger Verband Abb. 223. 732. 1417a, eine Art Zierverband. Akanthus, Akanth. Die Blätter und Ranken dieser distelartigen Pflanze dienen, nachdem sie der korinthische Stil zur Bildung seines Knaufes verwandte, zur Verzierung architek tonischer Glieder, besonders der Säulenknäufe und des Unterteiles der Säulenschäfte in der Frührenaissance; sie sind auch überhaupt Grundlage des Pflanzenornamentes der Ren. Abb. 71. 980 f. Alabaster S67. 90. I2I. 128 kristallinischer Gips (schwefelsaurer Kalk). Hierlands gewöhn lich als »Marmor« bezeichnet und in der Ren. oft verwandt; in gotischen Arbeiten findet sich der Stoff nur in den Altären zu Haders leben Spital und Schwabstedt. Alba (Mz. Alben) langes weisses Messhemd, l'ntergewand des Geistlichen, mit Besatz von der Farbe des Messgewandes versehen. Allegorie, anschauliche Darstellung eines ab- stracten Gedankens durch sinnliche Bilder S 159—61. Allerheiligenkaland, ein Kaland (s. d.), dessen Absicht oder Entstehung an das Allerheiligen fest (1. Nov.) oder die Verehrung aller Hei ligen anknüpft. all Italiano 2, 158, nach dem Italienischen, im italienischen Stil (d. h. Ren.). Almosen S 106. 117. — -beck enständer 2,537, 12. — -block, -kästen, Armen block S 106.—--Schaufel 2, 537, schaufel artiges Brettchen zur Entgegennahme von Almosen. Alpha und Omega, das A und O, Anfang und Ende. AlStrackSteine N. 14, auch Alstersteine: Fliesen, Platten zum Fussbodenbelag. Altan, An- oder Aufbau eines Gebäudes, mit zum Betreten geeignetem Boden versehen und einen freien Herabblick gewährend. Altar S 89—94. Jeglicher Altar ist, ausser dem Schutzheiligen, zunächst Gott und Maria geweiht. — Haupt-, Hoch-, altare sum- mum, der dem Kirchenheiligen geweihte Altar im hohen Chore. Entgegengesetzt sind Nebenaltäre. — -Aufsatz, -Aufbau S90, oft auch einfach »Altar«, der die Rückwand über der mensa bildende oder auf eine besondere niedere Rückwand aufgesetzte Aufbau, gewöhnlich ein Altarschrein. — -bau, -werk, ein grösserer Altaraufsatz. — -behäng (= decke S 122),-bekleidung S 89 f. (vgl. -Vorsatz), der Schmuck der mensa aus Stoff oder auch Holz oder Metall. — -bibel 2, 596. — -bild S125 die nicht selten, besonders seit dem 17. Jahrh., an Stelle oder als Hauptteil des Altarauf satzes angebrachte Malerei. — -blatt s. v. a. -tafel. — -deckenrelief, silberne Ver zierung, auf die Decke aufgenäht S117. — -flügel s. Altarschrein. — -geräte 2, 21, 27 s. v. a. Abendmahlsgeräte. — -gitter S 117 (vgl. Altarschranken). — - haus N. 16 Anm. = Chor. in Schrift, die gewöhn lich an der Staffel befindliche Inschrift des Altares. — -kanne S 116. 121: in evan gelischen Kirchen, besonders seit dem 17. J. t fast allgemein eingeführtes Gefäss für den hl. Wein. Nicht selten dienen dazu Krüge ur sprünglich weltlicher Bestimmung (2, 122). Abb. 140. 153. 913. 982. — -laken S 122 = Corporale, Tuch, auf das beim Abend mahle die Gefässe gestellt werden können; Abb. 140. 983. — -lehnen, die Nebenseiten der-schranken, mit Kniebänken. leuchter S 109—12. mensa S 89 der steinerne, selten hölzerne eigentliche Altar (s. -tisch). — -nische, Nische (s. d.), in der der Altar steht 2, 551, 1. platte, die Deckplatte der mensa S 89. -—-pult, -buchpult, ein auf dem Altare stehendes Pult, bisweilen aus Metall, dienlich zur Auflegung der Altar bibel.— -relief, -gruppe, Relief, Gruppe in einem Altaraufsatze. — -schranken S 94 umgeben meist den Raum vor dem Altare (s. Abb. zu 2, 128), sind sie geschmiedet, als -gitter S 117. — -schrein ist ein -auf- s a t z, wenn er als Kasten erscheint und mittels der Flügel geschlossen werden kann. Einflügelig, s. Diptychon; mit zwei Flügeln: Triptychon, mit 4: Pentaptychon; s. Doppel flügel. Ausserdem zeigt Abb. 65 noch eine feste Rückwand. — - Staffel (Predella) der untere Teil eines Altaraufsatzes: auf ihm ruht oder über ihm beginnt erst die Haupt darstellung. S. Staffel. bild,das Bild, das die Staffel ziert. — -stück 2, 259, 6 Kunst werk, das den Altar ziert. — -tafel, Altar aufsatz , besonders wenn dieser nicht ge schnitzte , sondern gemalte Darstellungen zeigt. — -tisch wird eine mensa besonders dann genannt, wenn sie von Holz ist, wie Abb. 1606. — -tuch s. -laken. — -Vor satz S 89E, antipendium, frontale, anti- mensium: Altarbekleidung, bestehend aus einer vor die Stirn der mensa gesetzten festen Tafel. Romanisch Abb. 38, frg. Abb. 281, spg. zu 502, Ren. Abb. 1524. — -zeug 2, 493, 21 wol s. v. a. -gerät und -bedeckung. Altarist s. Vicarie. Altermann 3, 11.42 Vorsteher einer Zunft. Altgotisch. Manche Schnitzwerke des 13. und selbst des 14. Jahrh., die, ohne ganz ausge sprochene Merkmale des frühgotischen Stils zu tragen, doch eher den Anfängen oder unentwickelten Zuständen dieses Stils als der Zeit des romanischen zuzurechnen sein möch ten, sind als »altgotisch« bezeichnet. Altsächsischer Hausbau S 133. 2,189,4 die in älterer Zeit gebräuchliche Grundform des sächsischen Hausbaues.