denden Symptomen auf den bleibenden Charakter und den moralischen Werth der Menschen Folgerungen zu machen . Nur selten schienen bei solchen Erzählungen oder sonst in den Lebenserinnerungen kleine Milderungen nöthig , die der Verstorbene , wenn er sich das Manuscript vor dem Drucke noch einmal hätte vorlesen lassen können , wahr - scheinlich veranlaßt haben würde Die Leser werden nicht vergessen , daß der Verfasser seine Erinnerungen wegen seiner Erblindung dictiren mußte Wenn auch eine gedruckte Schrift strenger zu beurtheilen ist , als das gesprochene Wort ; so wird doch bei diesen dictirten , anspruchslosen Erinnerungen nicht zu übersehen sein , daß sie als ein gesprochenes Wort anzusehen sind . Sollte in dem aus dem reichen Gedächtniß Dictirten sich hin und wieder in Jahreszahlen oder sonst ein Irrthum finden , so wird dies der Leser dem fast achtzigjährigen Alter , welches auch das sonst so treue Erinnern etwas schwächt , zu Gute halten . So wird z . 33 . die S . 125 erwähnte Unterredung zwischen Graf F . L . Stolberg und Chr . Dahl - mann wohl einer spätern Zeit angehören , als man nach der Darstellung daselbst annehmen wird . Auf die Sache selbst ist dieser chronologische Jrthum ohne Einfluß . Daß der Verfasser Einiges aus seinen Notizen über Cuvier , die vor Cuvier's Briefen an Pfaff gedruckt sind , wieder in die Erinnerungen aufgenommen hat , wird keiner Entschuldigung bedürfen . Professor Nitzsch , der vieljährige College unsers Pfaff , hat erlaubt , daß sein treffliches Denkmal , welches er dem Verstorbenen nach dessem Tode widmete , mit diesen Er -