642 J . W . Spengel , Haupt - und Transversalachse , 2 . wenn man ihn durch Haupt - und Sagittalachse legt . Derartige zweistrahlig symmetrische Tiere sind die Ktenophoren . Aktinien und Korallen . Nehmen wir nun weiter an , daß die Enden der Sagittalachse ungleichwertig werden , daß an dem einen Ende ganz andere gane als an dem entgegengesetzten liegen , dann erhalten wir die weitest verbreitete Grundform , die bilaterale Symmetrie . Die ungleichwertigen Enden der Sagittalachse nennt man „ dorsal " und „ ventral " , womit dann ferner die Bezeichnungen „ rechts " und „ links " für die Enden der Transversalachse gegeben sind . Ein symmetrisches Tier kann man nur in eine rechte und linke Hälfte symmetrisch teilen durch einen in der Richtung von Längs - und Sagittalachse geführten Schnitt , den Medianschnitt ; ein schnitt ( Schnitt durch Längs - und Querachse ) ergibt stets wertige Teile , Rücken - und Bauchseite . " Hkktwig legt also , um damit zu beginnen , seiner Definition der bilateralen Symmetrie nächst der Existenz von 3 Achsen , der Haupt - , Quer - und Sagittalachse , die Ungleich Wertigkeit der Sagittalachse zu Grunde , indem „ an dem einen Ende ganz andere Organe als an dem entgegengesetzten liegen " . Dagegen habe ich Verschiedenes einzuwenden . Erstens ist ein notwendiges Erfordernis jeder als lateral zu bezeichnenden Form , daß die Hauptachse , wenn wir mal zunächst von einer solchen reden wollen , an ihren beiden Enden oder , mit Haeckel gesagt , Polen verschieden ist und so eine scheidung beider zuläßt , die man mit den Worten „ oben " und „ unten " oder „ vorn " und „ hinten " je nach den Umständen bezeichnen mag . Diese Eigenschaft der sog . Hauptachse ist von fundamentaler Wichtigkeit , und ich muß es als einen großen Mangel in Hektwig's Definition bezeichnen , wenn er dieselbe nicht in gebührender Weise hervorhebt , sondern sie höchstens in der Bemerkung , daß in der Richtung der Hauptachse „ das Wachstum und demgemäß auch die Bildung der Organe in anderer Weise sich vollzieht , als in den senkrecht dazu gestellten Richtungen " in gewisser Weise enthalten sein lassen mag . Zweitens kann ich es nicht für zutreffend ansehen , wenn von der Sagittalachse — auch eine solche zunächst wieder einmal angenommen — eines bilateralen Tieres verlangt wird , es müßten an dem einen Ende ganz andere Organe liegen als an dem entgegengesetzten . Das einzige , worauf es für die Definition kommt , ist wiederum die Verschiedenheit und damit die scheidbarkeit , die recht wohl ohne Existenz „ ganz anderer Organe "