Als die sieben Perser den falschen Smerdis beseitigt und sich in Besitz der Gewalt gesetzt hatten , beriethen sie wegen der künsti - gen Gestaltung der Herrschast , und es wurden unter ihnen Reden gehalten , die zwar einigen Hellenen nicht glaubwürdig schienen , welche aber Heredot als wirklich gehalten in folgender Weise wie - dergiebt . Otanes empfahl die Staatsangelegenheiten dem Persischen Volk in die Hand zu legen , indem er sprach , wie folgt : »eS scheint mir , es solle fortan nicht Einer unter uns Alleinherrscher sein ; dies wäre weder angenehm noch nützlich . Ihr habt gesehen , bis wie weit des KambyseS Uebermuth sich erging ; erfahren habt Ihr auch den Uebermuth des Magers . Wie sollte die Alleinherrschaft eine passende Einrichtung sein , der es ohne Verantwortung frei steht zu thu» , was sie will ? würde sie doch selbst ben besten Mann , der eine solche Stellung innehätte , der angewöhnten Gesinnung entheben ; denn es erwächst ihm Uebermuth aus den Gütern , deren er genießt , Neid aber erzeugt von Anfang an die Natur im Men - fchen . Diesen beiden unterworfen unterliegt er aller Schlechtigkeit . Theils durch Uebermuth gesättigt , theils aus Neid vollführt er viel Frevelhaftes . Und doch sollte ein Herrscher neidlos sei» , weil im Besitz aller k'üter ; er ist aber von Natur das Gegentheil gegen die Unterthanen : denn er neidet den Besten ihr Dasein , freut sich aber der Schlechtesten der Bürger , bereit Berläumdungen sein Ohr zu