07 geschehen wäre , was im sechzehnten Jahrhundert ge> schah . Und noch erinnert , jawohl , noch erinnert daran , welche Kampfe das Christenthum zu bestehen gehabt hat bey unserer Lebzeit , wol möchte sie die allerbedro - hendste heißen : Da in Frankreich die Vernunft auf den Altar gesetz ? , in Deutschland auf Kanzel und Ca - thedcr gefetzt wurde , feindlich , ja sogar in einzelnen Menjchen , deren einige noch leben , aber die meisten und ärgsten sind todt , in einzelnen wahrhaft feindselig gegen daS Christenthum , zornig , grimmig , wüthend gegen das Ehristenthum , ob sie eS nicht vertilgen möchten und Jesus Christus gölte bloß für einen jüdi - schen Landrabbiner . Ja , das ist alles geschehen , und wenn nach solchem , nach solchem allen das Christen - thum seinen Bestand behauptet hat , wie könnten wir denn dem Zweifel Raum geben , ob es sich halten werde fortan noch ? Aus seiner Geschichte nehmen wir einen Grund unserer Zuversicht , es werde bleiben , so lange die Erde steht , und werde einhergehen so herrlich , wie die Sonn' am Himmel . Ihre Kampfe hat dieselbe auch , und sie leidet mehrfache Verdunkelun - gen , aber die Wolken verziehen und die Nebel fallen und die Planeten gehn vorüber , — ihr Wesen dagegen , das Licht ist , leuchtet in unvermindertem Glanz . So werden die Menschen sterben , die das Licht des Christenthums hassen und werden dem Christenthum nicht länger im Wege seyn , das bezeugt die Geschichte deS Christenthums . 5 *