17 } Drittes ein Zeitlang in ihr Haus gelegt . Dann dieweil es den Bürge - 'n wünderlich war / daß Jorg WüllmVeber Bürgermeister fo fthimpsiich war wiver zu haue kommen / haben sie deehal - ben bcgcrt vom Rath / Man mochte dm scheid von jhnenerkündigen / vnd so es vonno - kenwere / anhaltm Derhalben hat Er dlcftl - - bige Bürger verdachtig gehabt / als die fhme «ach feinem leben stünden . Vnd were auch wolgutgewesen / vmb gemeinen fridens len / daß solch vorgeben der Bürger were nach , geblieben / nach dem es die fache nit besserte . Jorg beklagte sich vor den Bürgern / da ß die jhme den grosten schaden gethan hetten / die weren mit j hm aus Lübeck gereiftt . Er Helte wol mehr verdienetvmb etliche leut / wares nicht mcde / vnd sagte / da war es vorhanden daßsie jhm die ehr nit gönnen wölken . Jorg Wüllenweber meinte / die Holstein« - vnd nen solten vf den iubecktschen feiten seyn / So waren sie Holendisch . Es ist aber leylich vf dieser Tagleistung zu Hamburg so viel ge - handelt / daß vier jähr lang Bestand önd fried zwischen der Stadt Lübeck vnd den Holen - der« begruffen verfasset ist / vf weiter hande - tung nach auegang der vier jähr . Vonvcrendemng des Raths . Es hat darnach Jorg Wüllenweber der Gemein vorgeben / daß es in der Stadtbuch * wer allerdings also verfasset vnd nachgeben von HerHog Henrichen dem 4owm / daß alle fahr das dritte theil des Rache sötte abgehen vnd ein frey jähr haben . Derhalben ist be - schlossen / daß man dem 8raturcz nach / es also hernacher halten solte . Vnd sind also das jähr aus dem Rath geweitet etliche alte Rathhern . Vnd hat also Jorg Wüllenweber mit Marx Meyern erst rechte vrsachen krigt / in allen sa - chen zu handeln / jhres gefallene Vnd ich habvermercket / daß dieweil das Regiment so stund / nit viel vrtheil vnd recht gesprochen feynd / nach dem rechten alten gebrauch des Raths . Dann es find so viel der andern vnlu - stigenhendelvotgefallm / daß man zu den zei - ten des Rechten nit kund auswarten . Vnd beweiset die Exempel klarlichen / daß nichts bösere vnd fchedlichers ist in banden vnd Sttdten / dann leichtfertige verendemng des Regiments / gegm den gebrauch der ordentli - chen Obmgkeit Dann wann solches zu thun vonnöten ist / fols von einer grossem Obrig - keit / als Kayfer oder Fürsten / vnd nit von den Vndersassen vnd der Gemeind herkommm . Es kan fünft kein bestand haben . In diefent M . D . XXXIV . jähr hatt Konigl . Map ; m Engelland einen Legaten Buch . »74 gen Lübeck geschickt / vnd andere etl'ck e Steve A« & »• mehr / von wegen einer Verbünd« us vnd bey . pflichtung wider dm Pabst . Er hice D „ Antonius . den lies der Konig Fach derzeit verbrennen vmb Gottes worts willen . Dieser OoÄor war zu Lübeck in der smdt sackt / half jdcrmangernvergebens / vnd sein lufto - ria gieng in druck . Vnd es haben die von beck bald damach jhren Legaten auch in En - gellandgefchicket / Herrn Borg Oldenburg / vndHerrIohannvon Elpen von dem ? ) eu - wen Rath . Vnd es hak der Konig von En - geland die Stadt Lübeck mit einer summe« gelte verlegt / zu behuf der angefangenen vcde gegen das Reich zu Dennmarek . Von der Vede der Stadt Lübeck ge - gen das Land Zu Holstein vnd Dmncmarck . Anno M . D . XXX1 VvcrbinPfing - sken ist GrafChnstopf von Aldenburg vber sch« PH«» . die Elbe mit 4000 . Landsknechten instand * • zu Holstein kommen . Vnd hatvon diesem tag niemand in iubcck gcwust / dann allein Jorg Wüllenweber vnd Marx Meyer / vnd sünfBürger / ale Man sagte . Vnd wicwol die beyde alle fachen mit dem Grafen vnder - setzet warm I fo hat dennoch der Grafan den Rath vnd Bürger zu iubrcf a - tchriebm vnd hüls begert wider Dennn . arck / zu eriösung Konig Christierns / vnd hat also zusage der hülfe vnd beystands leichtlich »n dieser fo ch langt gegm die Danen / dieweil des Rnchs - Rath in Dennmarck jhre zusage vnd stung wider die Holender der Stadt Lübeck nit gehalten hatten . Vnd es hat Jorg lenweber vnd Meyer diese fache al - lenthalben mit dem Evangelio bey dem ge - meinen man geschmucket / damit die gottlosen Bischoffe in Dmnmarck die vberhand nit be - hiltm . Dann solches würde «ulich dahin lauf« fen / daß die Stadt Lübeck / vnd die andern Seestedt ? / des Evangelij auch möchten be - raubtwerden Vnd warderhalben nit mog - llch / daß es mit dieser Vede kondte wol gera - thm / dieweil man Gottes wort allein zum ' Schandteckel hierinne gebrauchete / vnd die sache damit schmücke« . Es hat Graf Christoffcl vnd Marcus Meyer in diesem tag vnd > , zum ersten das Schloß Tritauw / vnd dar - vo» nach^thyn desBischoföSchloß ingenom - MMvngewamtt / dvrch eitelvbcrraufchen / wi - vslst - ini - der wissen vnd willen des Raths zu iubcck - fjif " Do Herr Jorg Wüllenweber diese zeittung h . . «ftnGr» krigte / zoge er sein haar aus dem haubte I vnd Aristo , war jhm leid worden . Vnd ist also durch rau - " ben vnd brennen gemeiner iandfrid durch Gr . verasche Christoffeln im iand zu Holstem gebrochen / pnd ist darnach erst demHertzogen zuHolstein entsagt .