157 Drittes meister Ju Lübeck verursache ( in vfi» stand gt» die »60^ BSr - «er . daß etliche vor frewden wemeten / vnd lifen singen in allen Kirchen Tc Deum lauda - mus . Darnach amPaschAbend sind die zwen Eltesten Bürgermeister / HNielaus Brom - ft / vnd Her Herman Plonyß / aus der Statt gezogen / bekappet . Vndwiewol dem Rath von Visen Austag nichts bewust war / so ist doch hirdurch der ganHe alte Rath vf die ae - meine Bürgerschaft verdechtig worden / vnd ist der Rath darum in fein Haus gelegt / vnd die andern beyde Bürgermeister / vnd der el - teste Cemmerer / sindvf dem Rathhaus etliche nicht verwart worden . Vnd ist darnach ei« geschwind Verenderunq des gantzen Regi - ments der Statt Lübeck gefolgt / so lange daß die Bürger mit dem Rath handelten / daß sie wider in ihr Haus gingen / vnd sagten bey ihren Eyden / daß sie von solchen Auetage nichts wüsten . Darnach tifenH MlausBremse vnd H . Herman Plonyß / vf die ioo . w . d s^Bürger e»n Schrift ausgehen / wie daß sievfrührische Buben vnd Kirchenrauber weren / vnd das war geprenttt vno schrieben in alle vier Am - pter . Damach lisen die 164 . auch ein Schrift ausgehen in truck / wie hernach folgt / das ein Erbar Rath zu Lübeck versigelt hat . Billiche Antwort der verordneten Bürgcr der Kays : Statt Lübeck / gegen die grundtose schmaheschrift der Heyden vorgeschlagenen Bürgermeister - Verank - Allen vnd iglichen Lhristglaubigen Menschen / wortung vnd Liebhabern der rechrfenigkeu / wesen blucs / A» «rfcmw * delS / geburteShoheS vnd nidernftandtS die sind / de . Bürger , nen diser wahrhaftiger vnd beweißlicher Bericht zukompt / vnsem gnedtgfien / gnedigen / günstigen Hem vnd guten fr - linden / Entbieten wir 64 . vnd 100 . verordne«Bürger zu Scheck / vnser getrewe / vnderchtntge / steiSwillige dinst / vnd allesHUtSzu« uor / vnd geben ench fawptlichen / auch einem jedem nachgebur in besondcrn / hiemit claglich zu erkenen / doch gar nichts twyvelende , dann sieEuwem gna . den vnd gunsten allenthalben bey gekommen / was masen die Ersamen Hern / Claus Bromes / vnd Herman Plonyß vorgeschlagene jedoch vnueriag' ee Bürgermeister von Lübeck / ihrer Ehr vnd Red» l'gkeitvnucrftlnnen / auch der legten behandfestigten zusage / so sie vnS von wegen der ganzen Gcmemd gckhan 'gan ? vnd gar vergessen / sich ohne rücksprach / bezrüssen / wissen vnd willen eines Erbarn Raths / sonderlich verändern beyden HemBürgermeister / nit allein ans Lübeck gegeben / ihreste» verlausten / vnd das Won / so ihnen daömal befohlen / lassen fallen / dann auchvns 64 . vnd 100 . Bürger vorge« welk / mit ihren homtiichm rnd erdichten Schme» Buch . fchriften / die sie frey vnd wol beradenes nmzeS in den eruck gestellet / vnd mit ihrem eigenen Pttftbiren ver» sigelt / fast in vielen Orten / Stetten / Flecken vnd Dorfern des iandts zu Mcckelnburg / auch simfi weit vnd breit angeschlagen / auch anzuschlagen ver» heissen vnd vnderftttet / auch andern Hern Fücsten / Rächen vnd Stetten / mit ihren Beschriften zuge - fchickt / vnd damit nit allein vnser Personen verhol n«t vnd vernachteilt / dann auch vnser Ehr vnd glimpf / vnd gm gerächte . bey den frommen / einfel« eigen vnd Lhrtfilichen herqen / dadurch gröblich an» gttafi / gelcfiert / bcflecket vndbeschmiiz - t / Also oaß oh» ne noch wer« / etwas gegen solche ergangene vnd er , dichte stofferizyt zu schreiben / Nach dem einer ider vernünftig vnd redlicb Mcnsch leichtlich hat abzu - nehmen / wo für solche vnd dergleichen ieut solten gehalten werden / die ihrem nechsten / wider all Gott , ltch vnd Natürlich R - cht / so dann vber gedicbt / das sie nimmermehr w , ls Gott können oder sollen war machen / Dtrhalben wollen wir vus solcher peinli» cher elag vnd rechtlicher ansprach / so vns die vrsach gegen dte beyde vorgeschlagen Bürgermeister er« wachsen / vnd im rechten zu verfolgen w , ll gebüren / hirdnrch z»t bequemer zeit nit begeben haben / daruor wir öffentlich protestiren vnd bedingen . Bttwetl aber die imig - n / so ihr Ehr vnd gut ge» rüchtnit verlemenin beschrieben gemeinem Recht / vßspruchen der beyligm Lehrer gezogen / gescholden vnd Verächter / So werden wir auSohnumbgengli« chernorh dahin gerrungen / dieftlb ertichten Schme» heschriften / durch difen nachfolgenden warhaftcn be . richt b<y i»lleg«n Auch Vnser sc ? uld / ankunft vnd er« tvehlung / an den tag zu bringen . Vnd als man aus z» , lasung gemeiner Rechun / gewalt mit gleis cher gewalt mag steuren vnd abwendm / so mvch - een wir auch / mit gmen reden vnd vothlichm be» fcheidt ihr erdichte Schmehschrift / mit gleich erdich . «n Schmehworeen / vnd sunst schrift mit schnftcn bezahlen . Aber wir wollen nit anders / Wils Ko« / danndiewarheit vom<hmen / da auch bty bleiben / vnd fo lang vns der almechtige Gott seine gnad v ; r» lehnet / bey leben vnd sterben . Zu dem / da vns ja et , was in difen vnftm bericht von vnsem mißgonnern / sie weren aiissrr oder innen Lübeck / so wir vns nie versehen / dermassen wurd gedeuktt / alS solten wir da» mit jemand zu nahe oder in seine Ehre vnd glimpf qeredt / oder geschriben hetten / So wollen wir doch oaruon iituor vnd alle wegö hirmit öffentlich bedin» gen / daßwirdasselbige nicht anders / dann zu erw . «mg vnser Ehr / vf daß wir im vnglimpf vnd bösen wähne / welches wir vnsem Kindem vnd Freunden nie gem wolten erven / nic mochten bestecken bleiben / vnd dammb aitSeilteler noch / ohne Verachtung vnd Verkleinerung iemandS Ehre / wollen gechan ha« ben . Vnd hatt dift gestalt / wie auch vielen frommen Chnsren / vnfern Hern vnd Freunden / mit beirnst / daß dise Kayftrliche Statt Lübeck / durch vilschwc . re Krige vnd Vede laufe / dazu wir vnd andere ge . meine Bürger merckitche zulage gethan / vnd doch I