91 Lubeckischer Kronick Schlacht »ilStt - marstli - Garten , oder Dt - talicnbrk - der . jNno MD . bin XVII . tag Februar , / ist die Schlacht ttt Ditmarschcn schehen / vnd sind viel vom Adel der Danen vnd Holsteiner dar geblieben . Der Konig in Dcnnmarck mit seinem Bruder HertzogZriderich / Fürsten zu Hol - stein i hatten beschrieben einen Haussen böfcr Buben / die sich die Garten lisen nennen / vnd zogen in Nideriand / vnd verdriben ar - me - ictif . So doch hatten sie ein solch gc - ruch / daßalle Welt sich vor ihnen fürchtete . Disewarenbey 6OOo . starek . Dazu waren aus Iutland versamlet / Friftn / Holstciner / vnzeligVolck . Dazu der reisigeZeuchaus gantz Dennmarck I Gottland vndHolstein / ohne die aus derMarck / Land zuMeckelburg / ^ünenburg vnd Braunfchwig / vfdm Sold dem Konig dieneten . Äiel von Deutschen fürthen grosse beygürtelviel gülden bcy sich / daß sie aus der Beut vil wölken kauften So gewiß meinten sie das Land zu erobern . Aber Gott sachte anders . Den »z . Feb . zogen sie in Ditmarfen / vnd gewunnen Meldorf / vnd würgetenvnd brenneten alles was sie vnder - kamen . Die Ditmarfen wachttm vor der Hafen l vnd meineten / daß die Dänen vnd Holstnnerdar folttn herkommen / Aber da waren etliche Bößwicht aus dem - Lande / die dem Konig vnd andern den Weg berettten . Do das die Ditmarfen vernamen / gabm sie sich biß in das Land / da es veliger war . Do nun der Konig ein weit zu Meldorf gelegen war / ftndete er Vorspeher in das Land / daß er mochte wissen / was vas Votck gesinnet wer . Aber wo die Ditmarfen einen vberkamen / die schlugen sie zu tod . So doch zu ihrem grossen glück krigen sie einen des id . tagsFeb . denliftnsie leben / vnd peinigten jhn / daß er muste sagen / wo der Konig würde hinzihen - Doerdassagete / gruben sie diegantze nacht / vnd warffen Walle vnd Greben vf / da das Heer wolte herkommen . Den 17 . Febru . zöge der Konig mit alle dem Heer in vnzeik fort / vnd wiewol viel warm / die da rieten / man solte den Steg nicht inzihen / Aber der Garde wolte dar fcyn / es meinte auch niemand daß es vbel gerathen konte / doder Garde wolte vor an Fihen . Also wägeten sie es zur vnzeit / vnd zcg die Garde vor an / vnd ein vnzeltg häuft« von Baum vnd Bürgern / Darnach zog der reisige Zeug Die meinten / sie Helten alle ge - wunnen . - Lisen derhalben / teydeCammerwa - gm vnd Profiandwagen nachfolgen . Sie musten aber ober einen kleinen Damm / der vf beydrn feiten diefte Graben hatte I darumd konte sie vor denWagen nicht wenden . Da sie aber kamen l da die Ditmarfen den Wall hatten vfgeworfen / l , sen die Ditmarfen ihr Geschütz loß gehen vnd draffen wol . Des KomgsVolck kontenit zur wehr kommen - Gott stritte selbst wider die Danen vnd Hol - stemer . Dann eewehett / schnechete / fchlachete vnd hagelte . Dee Königs Geschütz kontt nta# nit abschüsen vor schlag vnd regen . Da ging es an . 'in Schlacht . Die Garde ward da alle erschlagen / vnd viel tausend beyde Baurn vnd Bürgern . Der reisige Zeug Helte gern zu werck gegriffen . Sie konten dar nit zukommen . DiePferd winden gefchossen / jh - rer mehr ersoffen / als erschlagen wurden . Dar kam mancher Mann vmb / beyds edel vnd vn - edel . Die Holstein«1 wissen vf den heutigen lag noch nicht I wie vil sie da verloren haben . Die Ditmarfen verwunderten sich / wie sie in fokurtzer zeit sovilVoleks erwürget hatten . Der Konig vnd femBruderFriderich kamen mit noth Hinweg / Awen Grafen von Olden - bürg blieben vf der stette / vnd mit ihnen viel R»tter vnd Edele . Das ist das dritte mal / das dieHolstemer iiDttmarsen geschla - gen sind . Erstlich 132z . wurden vber 2000 . erschlagen . Darnach 1404 . ward Herzog Gert von Schleßwuf geschlagen . Zum drir , tev / itßmat . HtttKonigHansDitma» fett ingekricht / so hetteeo Lübeck entgoltenAber Gott sahegenedig darein / Dem seyLobin o wigkeit . Der Konig Hans war den Lubeckischen sehr hart / derhalben / daß er ihr verwise / daß sie Schweden vnder äugen ihme gehalten he«« / Darumbhilter an die geblieben güter diezu Haus gehörten zu - Lübeck / Nam auch die an mitgwftm gut geladm / Hilt auch in seinem ^and die Priuüegia nit / dieden Stetten mals gegeben waren - Zum letzten schickete tt gen Lübeck einen Bischcffj euien Ritter / vnd sc» erhal . tcn v , ti0 . Marc ? . marckbe . fthdttLu . bcck . v