die fast beispiellose Schlechtigkeit unserer Poststraßen , über welche ich zum Schluß dieser Abhandlung ausführlicher sprechen werde , dergestalt gehindert , daß vielmehr statt der - selben eine Langsamkeit obwaltet , die es selbst dem ge - - duldigsten Lammessinne nicht möglich macht , bei guter Laune zu bleiben . O JHr alle , die Ihr wisset , daß ^chncl - ligkeit die Seele aller Unternehmungen ist , daß lebhafte Verfolgung eines angefangenen Plans oft das Ge - lingen desselben im Voraus verbürgt , wie ost werdet ^zhr mit mir an dieser Langsamkeit haben dulden müssen ! Man möchte rasend werden , wenn dann gar noch oben - drein ein anderer Aufenthalt Statt findet , wenn z . B . wegen der gleich schlechten Beschaffenheit der Wege wie der Wagen , ein Rad bricht u . s . w . Ganz wie bei Uns war dies auch vor der^Einführung der Eilposten und der jetzigen so rühmlichen Verbesserung des ordinären und Er - trapost - Wesens überhaupt , in dem größten Theil des nörd - lichen Deutschlands , besonders in Sacksen der Fall , und man weiß , welche ergötzliche Satyre der witzige Lichten - berg über jene Langsamkeit der damaligen norddeutschen Posten geschrieben hat . »Ein rechtes Hinderniß von ( bes - ) Jntriguen - - sagt er »ist der , sonst feine und tvbens - werthe , Einfall der Postdirectoren in° Deutschland , durch den eine unzählige Menge von Tugenden des Jahrs hin - durch erhalten werden , daß sie statt der ( schnellen ) engli - schen Postkutschen , die so beliebten ( langsamen und schwer - fälligen ) offenen Rumpelwagen eingeführt haben . - Denn was jene bequemen Eilwagen in England und die dorti - gen vortrefflichen Wege für Schaden thun , ist mit Wor - ten nicht auszudrücken . Für's Erste , wenn ein Mädchen mit ihrem Liebhaber aus London des Abends durchgeht , so kann sie in Frankreich sein , ehe noch der Vater aus - wacht , oder in Schottland , ehe er mit seinen Verwandten ( über den Vorfall ) zu einem Beschluß kommt ; daher auch