ganz Norddeutschland , wo alle Miethkutscher oder söge - nannte Hauderer über den großen Schaden klagen , den ihnen die Einführung der Eilposten gethan hat , zu klar am Tage , als daß darüber hier noch ein Wort zu sagen nöthig wäre . Aber wie weit steht nun unser armes Hol - stein auch in dieser Hinsicht hinter den herrlichen , und so schimpflich beschämenden Fortschritten zurück , welche bis dicht an seine Grenze bereits gemacht worden sind ! Was zuerst den Punkt der Wohlseilheit betrifft , so wird leider der Postreisende bei uns eben sowohl , oder vielmehr eben so übel , wie der Korrespondent , fort - wahrend auf das Unangenehmste daran erinnert , daß er es mit einem machtigen Monopolisten zu thun hat , der seine Verhaltnisse weder schonend , noch überhaupt auch nur liberal geltend macht . Hieran erinnert ihn einmal schon die willkührliche Vermehrung der wirklichen geographischen Meilen in so - genannte Postmeilen , welche bekanntlich auch in den preu - ßischen Staaten vor den französischen Kriegen der ster Graf Schulenburg - Kehnert in solcher Maße durchführte , daß man ihm spottweise noch heutzutage nach - zurühmen pflegt , wie er den Uknsang der preußischen Mo - narchke , ohne Schwerdtschlag , beträchtlich erweitert habe . Sonnenklar ist es wahrhaftig , k»aß auch diesem Postwu - »er schon eine durchaus falsche , der Postkasse zum entschie - densten Nachtheil gereichende Berechnung zum Grunde liegt . Denn diese willkührliche Vermehrung der Meilen hat natürlich , was freilich auch in der Absicht jener so thö - richt - habsüchtigen Cameralistik liegt , die Einrichtung meh - rerer Stationen zur Folge , und eben diese Vermehrung der Stationen erfordert wiederum ein so viel größeres Dienstpersonal , mehr Pferde , Geschirr , Gebäude und Be - stallungszuschüsse . Der Reisende aber , wie das gesammte Publikum , verliert dabei augenfällig . Jener insofern , als