17 die Rente der Postregie . Insbesondere aber verzehren die Perceptionskosten einen großen Theil des Ertra - ges , welchen die Regie - bezicht ; und aus diesem Allen folgt von selbst endlich die Beeinträchtigung des Ertrages der übrigen Steuergegenstände und Steuerfälle , wegen des wechselseitigen Preisverhältnisses des Gegenstandes und der Tare des Briefwechsels , oder der Frachtsendung . Das unwidersprechliche Resultat aller dieser Unter - suchungen ist nun also , daß eine solche Steigerung der Posttare zu einer indirectenAuflage , —nicht zu ge - denken , daß es überhaupt ein leidiger Jrrthum ist , in der Pluralisirung der Auslagen das Finanzheil zu suchen ( denn quoil fieri potest per pauca , non clebet fieri per plura ) — alle ihre eigenen Zwecke verfehle , dem Hunde in der Fabel gleich , der das wirkliche Stück Fleisch über dem Haschen nach dem Spiegelbilde desselben im Flusse verlor . Denn t ) trifft diese Steuer , statt sich gleichförmig auf das Bolk zu vertheilen , fast nur die verzehrende Klasse ; 2 ) fällt von dem Ertrag derselben unstreitig weit mehr in die Ta - sche des Schleichhändlers , oder des zweckwidrig begünstig - ten Fabrikanten , als in den Staatsschatz ; 3 ) hat sie nebst ihrer Grenzenlosigkeit , besonders auch durch ihre Plackereien , wie alle dergleichen Steuerarten , einen verderblichen Ein - fluß auf die Moralität . Sie ist also eine entschieden feh - lerhafte Rubrik im Finanzetat , bei welcher das Selbst - Kosten - Conto vergessen ist , und die gröbsten Jrrthümer rücksichtlich der Localität und des eigentlichen Zweckes des Postwesens obwalten . Sammelt man nun alle diese Ge - brechen gleichsam in einen Brennpunkt , so erscheint das abscheuliche Gespenst , der Vampyr Monopol ! dessen Druck durch nichts zu lösen steht , als durch seinen Gegensatz - Freiheit des Gewerbes , Concurrenz der bürgerlichen und der Staatsthätigkeit und - zweckmäßige Organisirung ihrer Wirksamkeit und Wirkungskreise . 2