Zwecke beider - Anordnung und Gang der Völker - Verhaltnisse . So werden auch hier durch ein schein - bar so kleines Mittel , so große Zwecke erreicht ! Und mit welcher Leichtigkeit , Sicherheit und Geschwindigkeit ! Aber ganz wird der Zweck der Post nur erreicht , , wenn durch sie der erlaubte Verkehr aller Ärt , ( der sreund - schaftliche , weltbürgerliche , intellectuelle , literarische , arti - stische , commerzielle und sittliche ) so viel als nur immer möglich erleichtert wird ; wenn Briefe , Frachtstücke und Reisende so sicher , geschwind und wohlscil als möglich , durch die Post , oder was damit sonst zweckmäßig concurriren kann , ungehindert befördert werden . Auf die Treue solcher Transportanstalten zählen die Regenten und alle Staatsbehörden , wenn sie denselben ihre Befehle und Beschlüsse , ihre Acten , Urkunden , Briefe und Berichte , ihre Geheimnisse und ihre kostbarste Habe zur Fortschaffung und Ueberbringung in die Ferne über - geben . Im festen Glauben , das Uebergebene werde treu und unversehrt bewahrt , richtig zu gesetzter Zeit am gehö - rigen Orte überliefert , giebt unter einfachem Siegel der Privatmann mit Zuversicht alles , was ihm theuer und lieb ist , vieles , wovon sein Wohl und Wehe abhängt , in die Hände der Post . Was im Herzen , was im Pulte auf das Sorgfältigste verschlossen wird , das vertraut Jeder , das vertrauen taglich Hunderttausende der Post unbedenklich an . Das Post - Felleisen birgt mehr Geheimnisse , als das Siegel der Beichte : das Symbol der Verschwiegenheit soll . auch dasjenige der Post seyn . Im Dunkel der Nacht , wie bei Tage , oft auf unwegsamen und gefährlichen Straßen und im wüthenden Sturm der Witterung , vertrauen Kö - nige und Fürsten , ihre Räthe , Abgesandten und Eilboten , vertrauen Personen aller Klassen , die Furchtsamsten und die Beherztesten , ihr und der Ihrigen Leib und Leben , Habe und Gut , der Treue , Vorsicht und Geschicklichkeit