Gamme . Gediccus . 575 mafiig beygestanden hätten , erhitzten fi'chÖA er sich verheirachete ; und Ott Kenia von XTftracc« , der mit ihr ( Sesäwifrectmö rvar , die aui ; 0cm - Haust von Rohan , und alle Herren de» Ronigreichs , die mit ihnen verschwägert waren , haben Sem Herzoge von Vit - mour» zu verstehen gegeben , daß , wenn er der Fräulein von ileon nicht Gerechtigkeit erwiese , er sich im Zweikampfe mit ih , nen , einem nach dem andern , Allagen müßte . Diese Schlägerey war zu emsinlich : und obgleich der - Herzog von Nemours einer von dcn tapferfken Menschen gewesen , so war es dennoch möglich , daß er fo vielen / Leuten eine Genüge thun können , ohne daß er nicht endlich bey diesen , Kampfe hätten erliegen müssen . Dieses hat ihn bewogen , Sicherheit zu suchen , die ihn einige Jahre vom Rampfe bcfreyte . - - - Die - Herzogin» , von fcle' »nour» war mir zwecn Söhnen niedergekommen , und das Fraulein von JLcon warf sich auf . ; u beweisen , daß sie nicht ehelich wären . Der proceß darüber ist mit großen Vorbereitungen angesiellet worden . Man hat so wohl die berühmtesten Profcsfören der Rcchtsgelehrsamkeir in Europa , als die berühmtesten Parlemems - sacbwalter von Frankreich darüber um Rath gefragt ; und die meisten , von allen beiden Arten , haben geantwortet : Saß die Frage schwer schiene , und daß man am besten thun würde , die Saciie durch Vergleich beizulegen . Der Religionsstreit , der n«d ? diesem zu dem Hcirathsprocejse kam , hat denselben nur mehret ; dcnn eines cheils war das - Haus von Rohan calvini - f ? isch geworden - - - Das Fraulein von Leon war die jung - sie von Bretagne , und hat folglich sehr wenig Vermögen gehabt . Sie hac den Aufwand geliebt ; und der - Herzog von Nemours bat sich durch Darbiethung derer hierzu nöthigen Mittel in ih» rein Gcmüthe eingeschlichen . Sie wurde von dieser schwache» Seite angegriffen ; und die königliche Frau Mmrer hat ihr an - geborhen , daß , wenn sie ihren Ansprüchen absagte , man die Stadt - L . oudun nebst ihrem Gebiethe von den königlichen Gütern ab - sondern , lind , wen» dieses zusammen nicht fünfzig tausend Pfund Einkünfte brachte , so viel benachbarte Landgüter kaufen , und sie damit verknüpft» wollte , bis diese Summe heraus käme ; daß alles zusammen zun , - Herzogthume und zur Pairie gemacht wer , den , und die Ausfertigung der Ranzeley n , it ausdrücklichen U ? or - rcn enthalten sollte , daß dieses - Herzogchum und diese Pairie auf die männlichen und weiblichen Nachkommen des Fräuleins von JLcon , wenn sie einige hätte , auf ewig erben , und wenn sie keine bötre , auf alle männliche und weibliche Erben des - Hauses von Rökan , gleichfalls auf unendliche Grade hinaus fallen sollte . Anfänglich hat die Fräulein von Leon den Vorschlag der köni , glichen Frau Mutter verworfen . - - - Sie ist aber dermaßen von ihren Verwandten verfolgt worden , daß sie sich nicht mehr ge - traut , sicl ? dem Vergleichsanschlage öffentlich zu widersetzen . Allein es haben sich beständig neue - Hindernisse eräuget , da man die vorhergehenden überstiegen zu haben glaubte . Das Parle« menrzuParis , welches SenDefehl zuderErhebungLouduns zum - Herzogthume , und zur pairie , in seine Gerichrsbücher eintragen sollen , machte Schwierigkeiten dabe> - , und gründete sich darauf : daß man , ein - Herzogthtini und eine pairie nach den Regeln aufzu - richteil , ein Gut suchen müsse , darüber der zukünftige - Herzog und f>air unveränderlicher Herr wäre ; das heißt , daß er es ft> voll , ommen bejafle , damit niemand das Recbt hatte , ihn dessen zu berau , den ; welches in Ansehung des Landes Loudun keine Start harre , weil es ein königliche« Rammergut wäre , und daß es bey allen Behutsamkeiten und Vorsichten , die man nehmen könnte , es da - von zu sondern , de» , Ronige allezeit erlaubt seyn würde , es wie - der damit zu vereinigen ; und , wenn es S . Malest , unterließen , die den bloßen Nießbrauch ihres Königreichs hatten , solches sei - ne Nachfolger allezeit zu thun , im Stande waren . DieserGrimd iii durch Entgegensetzung eines Grundes von gleicher Stärk« schwer zu widerlegen gewesen : allein , die königliche Frau Mut - rer würde alles ihr Ansehen , u»d alle Gewalt de« Roniges , ihre» Sohne« , an starr dessen angewendet habe» , wenn sie dieVerande - runz , die in der Person des Herzogs ton Nemours darzwischen kam , nicht daran gehindert hatte . Dieser Prinz « - - wur - de vom Schlage gerühret - « - er mußte zrvev Jahre in ei» nem Bette schmachten , und er ist nach Verlauf dieser Zeit darin - nen gestorben . Er ist zu Aneßi in der Grasschaft Foucigno den i t des Brachmenats i ; «z gestorben . Hilarion de Lotte , flog , des Dames , Tom . I , p . 7V . ) XDie ( eine RrankKeit bey aller Xvelr Milieiden er« regte , fö hat das Fraulein von Leon ihren gerichtlichen Verfol , gungen wider ihn auch Anstand gegeben , und die Richter habe» »ach dem Tode desjenigen , nicht mehr davon wollen reden hören , der Ursache dazu gegeben hatte . Der Ronig war erfreut , daß er keine Gelegenheit mehr harre , sein Rrongur zu veräußern , uns ein neues Herzogthum und eine pairie wegen einer Ursache richten , die es so wenig verdiente - - - Und wie dieses nur aus Noch und Gefälligkeit gegen die königliche Frau Mutter schehen wäre , daß man in die Veräußerung von Loudun gewilli - get hatte : so war es ihm lieb , daß ihn der Tod des Herzogs von Nemours von der Erfüllung seines Versprechens befreycc . Zum ! , bemerke ich , daß da« Fräulein , von welcher gebandelt wird , vom Branrome , Dilcours deCatharine de Medicis , p . m . ioo , Fräulein von Rohan , und nicht Fraulein von Leon genenner wird . II . Habe ich in der Anmerkung ( A ) durch Thuans Zeugnis , gewiesen , daß in dem Pro» cesse dieses Fräuleins das Endurtheil zu ihrem Nachchelle im >56^ Jahre gesprochen worden . Die von ihr vorgebrachte Heirachsversprechung ist für nichtig erkläret wordm . Varillas hat es bey Aussehung seines Carls des IX wohl gewußt ; man sehe diese Worte im II Bande auf der 34 S . unterm 1566 Jahre dieser Historie : So bald das Endurtheil des Fräu« leins von Rohan , bekannt gemaä ) t war , so hat sich der Herzog von Ne« mours mit der Herzoginn von Guise vermählt ; sie erklären förmlich , das . vor derHeiratb des Herzog« von Nemours mit der Herzoginn vonGuise . das Nr - theil hergegangen ist , welches die Ansprüche des Fräuleins von Rohan für nichtig erklaret hat . Siehe Hilarion de Corte , Elog . des Dames , Tom . l , p . 76 . Woher kömmt es denn , daß er hier saget , es hätte der Herzog von Nemours sich mit der Witwe des Herzogs von Guise eher vermählt» als das Fräulein von Rohan alle Entschließungen nehmen können , die sie nöthig gehabt , einen Einspruch dawider zu tbun V Zum III . wo ist die Wahrscheinlichkeit , daß das Fräulein nach ver Geburt der zween Knaben des Herzog« von Nemours , und dieser Witwe ihre BerfÄ« gungen wieder erneuert hätte ? Diese Herrath war nach dem Endurthei» le vollzogen worden , das ihre Ansprüche umgestoßen hatte : und folglich ist nichts mehr wider die , aus dieser Ehe entsprossenen Kinder , zusagen gewe - sen . IV . Und also sind die Berathschlagungen der Professoren und Sachtvalter , dieses mit vielen Vorbereitungen angestellte Proeesses , we - gm der Beschaffenheit der zween Söhne des Herzogs von Nemomrt , nur . Hirngeburten . V . Ist der Religionsstreit nicht jünger , als die Geburt dieser zweyen Kinder : dcnn der Herzog hatte die verwirivete von Guise nicht eher geheirathet , al« bis er seinen Proceß mit dem Fräulein vonRo» han im « ; <>6 Jahre ausgemacht gehabt , und es war bereits ein sehr blu - tiger Religionskrieg gesuhret worden . VI . Ist dasHaus von Rohan nicht nach der Geburt die^r zweyen Kinder des Herzogs von Nemours calvimsch . geworden : denn Varillas bemerket im HIB . der Historie Carl« des IX zu Anfange , daß der Vieomte von Rohan seit dem 1562 Jahre die ealvinische Lehren , der Hoffnung angeiwmmen , die Erbinn von Soubize zurGemah - linn zu bekommen . VII . Ist das Mitleiden noch ein Hirngespinste , welches , wie mm , uns saget , das Fräulein von Rohan verbm^en , ihren Verfolg» , d - gen wider den vom Schlage gelähintenHerzog von Nemours Anstand zu ge» ben . VIII . Hat Heinrich der III , nach dem Varillas , Loudun nicht zum Herzogthume gemacht ; der Tod des Herzogs von Nemours hat ibn da - von befteyet . Unterdessen ist es gewiß , daß diele Erhebung zum Beste» des Fräulems vonRoha« geschehen ist . IX . Der allergrobste Schnitzer dieses Schriftstellers ist , wenn er saget , es wären keine Kinder aus dem Umgänge de« Herzogs von NeniourS mit diesem Fräulein gekommen . Man sehe oben in der Anmerkung ( C ) die Stelle des von Aubigne . Man sehe auch Le Laboureur Additiom aux Memoire» de Caltelnau , Tom . l , p - 8o8 - ©Aronne , Lateinisch Garamna . einer voi , den vier großen Flüssen in Frankreich . Papyrius Masso " wird uns viele Stel» len der Poeten , diesen Fluß betreffend , darbiethen . Man füqe die artige und kurzweilige Erdichtung des de la Chapelle und Hes Bachaumont über seine Ebbe und Fluch darzu . Ich will nur xinige Fehler deö Moreri bemerken ( A ) . a ) In Defcriptione Franciae per Fliimina . V ) In ihrer Reisebeschreibung . C Ick will mir einige Fehler des Moreri bemerken . 1 I . Saget er , daß die Garonne dtuch die Ebene von Aran in dem Lande Com - mingcs streichet . Dieß heißr nichts von den lateinischen Worten verste« hen , die man abgeschrieben hat ; denn so redet Baudrand , das Borlnld de« Moreri : Oritiir ( Garu / nna ) in montibus Aurae in Arania valle , Hifpanicaeditionis in eonfinio Aragoniae . Baudrand redet nicht von der Ebene Aran , sondern von dem Thale Aran ; und er saget , daß er zn Spanien an den Grenzen von Arragonien gehöret , und nicht , daß er ei - nen Theil von dem Lande Commiuqes ausmachte . II . Er hätte nicht 5 , gen sollen , daß d , e Garonne durch Rieux , sondern bey Rieux fließt . Coulon bat diesen Fehler vermieden , wenn er saget , daß er das Bischof - lbum Rieux in der Grafschaft Foix berühre . Tratte des Kivieees «le France I Part . u . - , 7 ; . Diese letzten Worte taugen gar nichts , weil die Stadt Rio ? nicht von der Grasschaft Foix ist . und da« Theil des Kir - - «hensprengels vo» Rieux , der an die Garonne grenzet , nicht in der Graf , fchaft Foix ist . " I - Ist « ? nicht wahr , daß der kleine Fluß Lmi bey Toulouse in die Garomie fallt ; er fällt sehr weit unter dieser Stadt hin - ein . IV . Er Härte nicht vergessen sollen , daß eine Meile oberhalb Tou - lvuse ein ganz anderer ansehnlicher Fluß , als der kleine LerS , hinein fällt . Gediccus ( Simon ) Doctor der Gottesgelahrtheit und Prediger zu Magdeburg , ist mir nicht weiter , als durch die wort bekannt , die er im 1595 " us ein klein Buch herausgegeben hat , in welchem man hatte beweisen wollen da» die Frauenspersonen nicht zur menschlichen Gattung gehörten , mulieres non eflfe homines ( A ) . Dieses drücket sich lateinisch viel glücklicher aus , als im Französischen ; denn so lacherlich als es ist , im Lateinischen zu behaupten : mulieres non efle homines so lacherlich ist es in der französischen Sprache , zu behaupten : que les femme^sont des homines . Man bat dieses kleine Buch vielmal wieder gedruckt ( B ) ; und viele Leute haben im rechten Ernste den tea§ behauptet , den man auf dem Titel siebt fC ) ) ch habe nicht gesi „ iyc> , , daß die Königinn El'sabeth darinnen ins Spiel gemischt worden ( D ) . J' . . ; 1 Einige Dieß ist der Fllch Arieqe . Inäe patente , et fertiles campos riganr duobus mifiiaribiis a Tholofa in vinciüo ( man muß lesen vicula , ein kleines Dorf ) S . Cnicis . / 4 * >7f«w» ( t>er Autor hat dieses Wort durch I» Riege nicht gut Übersetzt ) fiuirium txcipiens , aremilis aureis intermi - cantein , iam ; fuis aqui« et externis valentior Tbo / ofam Teftofagum Metropolim alluit ; also redet Papyrius Masso in Defcriptione ciae per ttummap . qzz , pariser Ausgabe , von >68 ; . V . Wenn man saget , wie Moreri thut , daß die Garonne nahe bey Dourdeanx vorbey fließt , so tviIC mau die Leser überreden , sie berühre die Mauem dieser Stadt nicht , weU ches eine sehr falsche Einbildung seyn würde . VI . L * Garonne et b Dordogne fornient nn feul Canal de la Garonne , qui palTe a Blay« ; . Dieser Aitsdruck ist so barbarisch , daß sich der unwissendste Wallone besser ausgedrücket haben würde . VN . Er hätte nickt sagen sollen , daß zur Rechten der Garonne , und an dem Ufer von Xaintonge , eine Stadt . NamenSlNarmaxde , liege ; er hätte sagen «ollen , Morragne . VIII . An statt Pavillae und Soitlac , hätte er sagen sollen , paulliac unl» Gouillac . Der 1 und der s Fehler finden sich lnBaudraichs geographi , sthen Wöttexbuche .