340 XIV . Das v Gagerilsche Programm . sZiegert St . B . VI 4570 ] fordert uon ihr , sie möge sich in Beziehung auf die Stellung zn Deutschland offen uud unumwunden aussprechen , sie möge aussprechen , ob sie die Verfassung hinzunehmen bereit sei oder nicht . Meine Herren ! Mir , dein nun der Berns geworden ist , die öfter - reichische Regierung bei der Centralgewalt zn vertreten , mir ist ohne Zweifel die schwierigste Ausgabe geworden , indem ich mich nicht , wie man es wünscht , über alle diese Fragen sofort aussprechen laun . Mir wäre es das Erfreulichste gewesen , wenn ich alle diese Fragen zur Stunde klar hätte beantworten können , nnd mir den Boden für diese wortung zn gewinnen , war der Hauptgrund meiner Reise nach Wien ; aber , meine Herren , Dank sei es einer höheren Macht , als welche ich es beinahe bezeichnen »ins ; , Dank dem entschiedenen Austreten unserer österreichischen Nation und ihres tapferen Heeres , Dank dem Allein , das ; die Zustände in Oesterreich besser geworden sind , als sie vor Monaten waren ! Aber demnngeachtet ist die eigentliche Cvnstituirung Oesterreichs noch nicht erfolgt . Sie ist mich zur Stunde kam» möglich . Sie werden das begreifen , das ; ein Staat , welcher selbst über seine künftige Gestaltung noch keine festen Entschlüsse fassen konnte , wenn er auch de» Wunsch hätte , die Fragen zu beantworten , die sein Verhält - nis ; zn anderen hinstellen können , doch nicht in der Lage ist , das so zn thnn , als er es wünscht . Nennen Sie es daher keine Zurückhaltung , keine Absicht , die Ge - staltnng Deutschlands zn hemmen , wenn die österreichische Regierung zur Stunde noch nicht dahin gekommen ist , die Stellung zur gewalt , die Stellung , die es * im Bnndesstaate einnehmen sollte , nach allen Beziehungen sich klar zn machen ; aber , meine Herren , die reichische Regierung spricht sich auf das Entschiedenste dahin aus , das ; sie fern sei , die künstige Gestaltung Deutschlands zu beirren . Ich bin von der Wichtigkeit dieser Bildung so durchdrungen , das ; ich mein Amt sogleich niederlegen würde , wenn mir die Zninuthung würde , zn wirken , daß die Gestaltung Deutschlands durch Oesterreich gehindert werden sollte . Ich wünsche , meine Herren , mehr als irgend Jemand in diesem Hanse , das ; Deutschland bald kräftig und einig sich formen möge . Ich glaube allerdings , — uud das bekenne ich offen — es wäre für Deutschland eine bei Weitem leichtere Aufgabe , diese Ge - staltuug zn gewinnen , wenn Oesterreich nicht ein Bestandtheil Deutsch - lands wäre ; ich erkenne vollkommen an , daß die Verfassung Deutsch - lauds vielleicht zur Stunde schon vollendet sein könnte , ja schon ins * — Oesterreich .