XIV . Das v . Gagernsche Programm . 339 sie Sie haben selbst erklärt , bei der Debatte über die §§ 2 und 3 , daß in der Annahme dieser Paragraphen der Ausspruch liege , die Inte - grität des österreichischen Kaiserstaats habe ansgehört ; Sie haben diesen Ausspruch als eine Frage an Oesterreich hingestellt , die Oesterreich zu beantworten habe . ( f . z . B . Wa itz St . B . IV 2786— 2789 . Die österreichische Regierung bat , wen» sie die große Majorität ins Auge faßte , mit welcher diese Paragraphen angenommen wurden , allerdings Grund gehabt , anzunehmen , Deutschland beabsichtige nicht , in inniger staatlicher Beziehung mit Oesterreich zu bleiben , wenn Sie eine Be - stiiniiiuilg hinstellten , deren Nichtannahme eine Nothwendigkeit des Aus - scheideus für Oesterreich sei . Ich kann eben so wenig verhehlen , das ; die vielen Angriffe von einer Seite dieses Hanfes gegen die österreichische Regierung , " daß anderer - seits der Mißbrauch der deutschen Farben , den eine Partei der Gesetz - losigkeit in Oesterreich trieb , " das österreichische Volk und die öster - reichische Regierung über die eigentliche Stimmung in Deutschland irre - machen mußte und konnte . In diesem Sinne und unter dein Eindruck dieser Thatsachen Hai das österreichische Ministerium seine Beziehung zu Deutschland aufgefaßt , in diesem Sinne hat es damals gesprochen . Ich kann aber die Politik eines Ministeriums keine zweideutige , keine hinterlistige nennen , die , wenn ihm andere Thatsachen werden , das , was es früher gesprochen , inodisieirl . Ich bin weit entfernt , meinen Einfluß auf die Bestimmung des österreichischen Ministeriums zu be - deutend anzuschlagen , aber ich kann wenigstens sagen und darf mich dahin nnniuwunden aussprechen , das ; es mir gelungen ist , durch persvu - liche Besprechung mit Mänuern , die gegenwärtig in Oesterreich am Ruder stehen , ein näheres Verstehen über die Zustände herbeizuführen nud dahin aufzuklären , wie keinerlei feindselige Richtung gegen Oesterreich , sondern die lebendigste Sympathie in Frankfurt bestehe . Durch diese Erläuterung , meine Herren , die ich unnulwnnden aus - spreche , mögen Sie allerdings den Grund zu einer Modificatiou der öster - reichischeu Politik und des Programms der österreichischen Regierung Deutschland gegenüber suchen . Ich finde keine Zweideutigkeit darin , wenn eine Regierung erkennt : ich bin nun ans den richtigen Staudpnuct gestellt und be - Haupte diese» Standpunkt . Man >Jorda» St . B . VI wirst der österreichischen Politik vor , sie befolge das alte metternichsche System des Hinhaltens und des Hemmens der Entwickelnng der Freiheit und der Einheit . Ü ) ? an 22'