*) Ber. d. D. chem. Ges. 25, 2275. Experimenteller Teil. 1. Ortho-Toluidin. Ortho-Toluylglycinester. Die Darstellung des o-Toluylglycinesters CHs—C«H4-NH—CHj—COOCaH», meines Ausgangsmaterials, vollzog ich nach dem bereits von Bischoff und Hausdörfer 1 ) angegebenen Verfahren, wonach zwei Moleküle o-Toluidin, das zweckmässig zuvor destilliert wird, mit einem Molekül Monochloressigsäureäthylester andert halb Stunden im Wasserbade erhitzt werden. Der Kolben muss ganz in das kochende Wasser eintauchen, da sonst die Reaktion nicht vollständig ist, wie die Versuche zeigen, und die Aus beuten ca. 25% weniger betragen. Die nach einiger Zeit fest gewordene Masse wurde zur Lösung des salzsauren o-Toluidins mehrere Male mit heissem Wasser behandelt und nach dem Er kalten ausgeäthert. Während Bischoff und Hausdörfer das nach dem Verdunsten des Äthers zurückbleibende Öl bei ge wöhnlichem Druck (Sdpt. 280—282,5°) fraktionierten, zog ich eine Destillation im Vakuum vor. Nach geringem Vorlauf ging der Ester sehr konstant zwischen 148—149° unter einem Druck von 11 mm als wasserklares schweres Öl über; dasselbe ist in den gebräuchlichsten organischen Lösungsmitteln leicht löslich, schwerer in Petroläther, unlöslich in Wasser und 50% Essig säure. Die Ausbeute beträgt 66—73% der Theorie. Aus der