24 *) Ber. d. D. chem. Ges. 28, 1260. zu erwarten. Wird die Esterbildung dadurch erschwert, dass die Raumerfüllung zweier benachbarter Radikale den Zutritt der Alkyle verhindert, so werden diese, wenn sie einmal gewaltsam eingeführt sind, wiederum durch die Nähe jener benachbarten Radikale vor weiteren Angriffen geschützt werden. Auch diese Annahme, dass die Ester der Säuren obiger Struktur, welche sich schwierig erzeugen lassen, — wenn einmal gebildet —, auch viel schwieriger verseifbar sein werden als ihre leicht darstellbaren Isomeren, bewies V. Meyer 1 ) auf das trefflichste durch experimentelle Belege. Was nun die Geschwindigkeit der Esterbildung bei o-, m- und p-substituierten Säuren anbetrifft, so haben die vielen von V. Meyer ausgeführten Versuche aufs deutlichste gezeigt, dass stets die o-Verbindungen bei weitem langsamer esterifiziert werden als die isomeren. Hindern nun zwei in Orthostellung befindliche Substituenten die Esterifizierbarkeit aromatischer Säuren schon in der Kälte, so liegt die Vermutung nahe, dass auch schon ein Ortho - Substituent eine beträchtliche Ver zögerung der Esterbildung herbeiführen kann. Wie schon oben gesagt, kam Rohrmann nach dem gänz lichen Ausbleiben des von ihm versuchten o-Toluylhydrazino- essigesters zu der Annahme, dass dasselbe durch die Ortho stellung der Substituenten bedingt sei. Da es nun sehr interessant war, zu sehen, ob wirklich schon ein Orthosubstituent eine derartig hindernde Wirkung auf die Bildung des Esters und der freien Säure ausüben kann, wurde die Arbeit von Rohrmann wieder aufgenommen. Sie erstreckt sich auf die analogen Ester der as. Ortho - Toluyl- hydrazinoessigsäure, der as. Ortho-Phenetidylhydrazinoessigsäure und der as. Para-Phenetidylhydrazinoessigsäure. Sowohl durch Reduktion mit Zinkstaub und Essigsäure als auch mit Aluminiumamalgam gelang es, den Ortho-Toluyl- hydrazinoessigester und weiterhin auch die Ester der beiden anderen angeführten Säuren darzustellen, sodass also damit die