6 diese Krankheit von Reizungen der Gallenwege ausgehe, während sie die atrofische Kirrhose auf die Pfortader zurückführten und demgemäss zwischen einer cirrhose d’origine biliaire und einer cirrhose d’origine veineuse unterschieden. Zuerst waren es be sonders Hayem und Cornil, die, fussend auf eine Reihe beob achteter Fälle, das Krankheitsbild der hypertrofischen Kirrhose als solches abzugrenzen versuchten, hierbei aber jedenfalls den Fehler begingen, eine Reihe von Prozessen mit dem Namen hyper- trofischer Kirrhose zu bezeichnen, die bequem unter andere Leber erkrankungen rubrizirt werden können. Hanot 1 ) versuchte daraufhin das Gebiet dieser Krankheit bedeutend einzuschränken. Er giebt in dieser Arbeit sehr eingehend den mikroskopischen Befund einiger von ihm beobachteter Fälle und legt hierbei in Übereinstimmung mit den übrigen französischen Autoren das Hauptgewicht auf die von ihm beobachteten Veränderungen im Gebiet der Gallenwege. Er beschreibt 3 Fälle. Das Gewicht der Leber schwankte zwischen 2580 und 2920 g. Die Kapsel war in allen Fällen verdickt, die Oberfläche der Leber glatt oder mit kleinen Warzen von höchstens Hanfsamengrösse bedeckt, die durch Züge von Bindegewebe getrennt waren; das Lebergewebe war von gelber Farbe und ziemlich resistent. Die Leberzellen waren mit Fett infiltrirt, die äussersten derselben durch bindegewebige Züge, die vom perilobulären Bindegewebe aus in die Lobuli eindrangen, auseinandergedrängt und zum Teil wie abgeplattet, eingeschlossen von Bindegewebe, welches den 2—3fachen Durchmesser der Zellen hatte. In vielen fand sich Gallenpigment, in den Zwischenräumen zwischen denselben eben falls solches neben stellenweise embryonalen Elementen. Die Kerne waren zum Teil verschwunden, und es fand sich an einigen Stellen ausgesprochene fettige Degeneration. Das interlobuläre Bindegewebe war in hohem Grade vermehrt; von demselben zogen sich binde gewebige Züge in das Leberparenchym hinein, bald nur die äussersten Zellen der Lobuli umgebend, bald die Lappen voll kommen trennend. Neben stellenweise embryonalen Elementen beschreibt Hanot besonders die Veränderungen der Gallenwege in demselben. Das Netz der interlobulären Gallengänge ist in ’) Etüde sur arte forme de cirrhose hypertrophique du foie. Paris 187G.