– 619 kleinlichem Detail, mit der Landwirthſchäft, eben iveil er nicht ängstlich zu rechnen brauchte. \ Die Verwaltung. des gräfl. Kielmannseggeschen Meyerhofs:. Meluſsinenthal, den er. in Pacht genommen, griff fördernd in die Wirthſchaft. des herr- chaftlichen Vorwerks ein. - Aber eine so glückliche Lage sollte durch schwere Pro . fungen gestört werden. Die großen Bewegungen der Zeit | erreichten endlich auch den abgeschiedenen Winkel Deutſchs lands, wo ein so würdiges Daſeyn geführt ward. Die Französische, Ruſſiſche und Preußische Occupation der Hannoverschen Lande in den Jahren 1803, 5 und 6, wos ju für Lauenburg noch die Beſetzung durch Schwedische Trup- pen, und der Durchzug dreier franzöſiſcher Armee-Corps im _ Herbſt 1806 kam, waren nur das Vorspiel der Drangſale, die das Land in den folgenden Jahren trafen, : Während das Churfürſtenthum Hannover dem König- reich Westphalen überwiesen ward, bildete das Herzogthum Lauenburg einen abgesonderten Verwaltungsbezirk, unter eis nem kaiserlichen Intendanten, der dasselbe unmittelbar unter der höchſten Béhörde, und gewiſsermaaßen unumfchränkt, als _ .Kron-Domaine adminiſtrirte. Der Intendant D’Aubi gnoſe war ein kluger, im Ganzen wohlwollender Mann, ſtattlich von Person, freundlich in seinem Wesen; er wohnte auf dem .I Schloſsſe zu Lauenburg, wo Heinrich der Löwe geseſſen hatte, freute ſich der schönen Aussicht, nahm das Interesse des kane. ſerlichen Fiscus eifrig wahr, und ließ übrigens die Civil- Und Juſtiz-Verfaſſung des Landes im gewohnten Gange; den.. M Aemter beſtanden fort, nur wanderten die Ueberſchüſſe der Q Caſſen nach Frankreich. D’ Aubignoſc fühlte sich wie ein kleiner König! unter dem gutmüthigen Völkchen, abex ſein- Koff raſtete so wenig wie der seines Herrn. Es iſt nicht unwahrscheinlich, daß von dieser kleinen adminiſtrativen Insel im deutſchen Norden der Gedanke zur Einverleibung der, : I! ſchon ſeit 1807 besetzten, Hanſeſtädte und der Bildung jens. Departements der Elbmündungen ausgegangen sey, deſſen ; 40 *