~~ 10 ter anfängliche Zweck der Protokollation von Rechtsgeschäf- ten dagegen, nämlich die Solenniſirung derselben ganz in den Hintergrund getreten sey, ja nicht ein Mal erwähnt werde. Durchgehends wird als Hauptwirkung und daher als Zweck der Protokollation aufgeſtellt, daß die protokollirs .- ten Ansprüche „„hypothecam publicam“. genießen ſollen. Offenbar aber paßt dies doch nur auf die Protoköllation von Forderungen, so wie auch, wenn man jene Aeuſſerung ganz unbefangen betrachtet, nur dies darin liegt, daß andere Forderungen, hypothekariſche und chirographariſche, den protokollirten weichen müssen, weil auch eine hypotheca publica, so wie der Begriff im gemeinen Recht daſteht, uw .. | . daraus iſt er ja entlehnt, doch immer nur ein unter mehre- | ren bevorzugtes Pfandrecht iſt, aber keineswegs. über die Natur des Pfandrechts hinaus. geht und ganz heterögene Rechte beeinträchtigt. Nun könnten zwar unsere Gesetze die Wirkungen der auf Protokollation in den Hypothekenbüchern beruhenden hypotheca publica erweitert haben, ühd man möchte vielleicht gar meinen: es ſey. im Wesentlichen genen ; ! einerlei ob man einer protokollirten Hypothek ein Priviles . gium vor andern Rechten derselben Art, oder auch vor ver- ſchiedenartigen dinglichen Rechten ertheile; könne das eine geschehen, könne ein Mal die natürliche Ordnung verlassen werden, so müſſe auch das andere möglich seyn und des. eine sey um nichts vernünftiger, billiger und nützlicher als das andere. Die Gleichheit dieser Fälle iſt aber nur ſchein- bar, und eben deswegen iſt auch die Vermuthung zum Wen... nigſten nicht dafür, daß unsere Gesetzgebung sie als gleich behandelt haben sollte. Pfandrechte als bloße Accessorien einer Forderung, sind nur Anweisungen auf Befriedigung ‘aus gewiſſen Sachen, wobei sich von selbſt verſteht, daß die Yefriedigung nicht weiter aus den Sachen erlangt weren kann. als. in so weit der Verpfänder ſelbſt zur Zeit der Ver- Pfändung die Befriedigung daraus hätte bewirken. können. - Gleich viel nun ob der Verpfänder damals die Sachen