tracts. und Creditwesen, Uebertragnng. von Grundſtücken, so paßt der hier behauptete Ursprung nichts blos, vielmehr ber- selbe mußte gerade in diesen Verhältnissen zu einer “Abwei- chung führen, ja selbſt in den erwähnten Verträgen und Privilegien, obgleich sie‘ so kurz und dürftig sind, läßt fich . der Grund der abweichenden Eigenthümlichkeit wenigstens theilweiſe’ entdecken. Auch die von Dreyer *) angegebenen eigenthümlichén Grundsätze in Beziehung auf Pachtverhältniſse, ſo wie bas Vorkommen von morganatiſchen Ehen lassen sich, ' wie ich glaube, ungezwungen auf jene Entſtehungéart zus rückführen. Besonders merkwürdig aber, und für meine Anficht zeugend iſt im Land- und Marschrecht die Gültigkeit der echt frisiſchen, der sächsischen und jütſchen Erbfolgeord. nung hingegen widerſtreitenden Regel, daß Vollgeſchwiſter ' ' mit voller, Halbgeschwiſter mit halber Hand in's Erbe greifen, in ihrer eigentlichen Bedeutung, und zwar nicht allein des- halb, weil sie ein durchaus charakteriſtiſches Rechtsverhältniß betrifft, sondern auch vorzüglich aus dem Grunde, weil ste‘ sich ebenfals in den Neumünſſterſchen Kirchspielsgebräuchen findet, in welche sie doch, ihrem Wesen zufolge, nicht durch eine gelehrt romanisirende Praxis gekömmen seyn kan. Nach diesen Bemerkungen über das Wesen des Holli«/ chen Rechts, welche für das gründliche Verſtändniß der î_ unter Chriſtian I. erfolgten Abschaffung desselben erforderlich schienen, wenden wir uns wieder zu dem eigentlichen Gegen. ſtande dieses Beitrages.. Wir haben gesehen, daß. der König durch die Aufhebung des Holliſchen Rechts den Bauern: keine Wohlthat erwies. Wie wenig die Bauern es auch so be- trachtet haben, zeigt sich sehr bald, indem fie bereits nach itte. zwei Jahren den Grafen Gerhard, der sich inzwiſchen in sei- Ñnen Erblanden mit Rauben und Plüudern beſchäftigt hatte, als ihren Fürſten zurückrufen, Der Chroniſt erzählt zum Jahre 1472 Folgendes: - W: W4;4Uwszht E .) De ueu jur. Anglosax. p. 49. ; | . . \