Dnbei- ward, wie ſchon vm. §;;; '.. Packmann Theil V . 20 pag. ‘etr und ftr Viethen. I.. C. . erwähnt . wird, : für : .die Zukunft die freie Wahl eines rabge- gangenen Gevollmächtigten dem Kirchspielvogt und übrigen ; Gevollmächtigten überlassen, welches jedoch bereits 4643 da- hin abgeändert. ward, daß die Wahl wiederum auf die Kirch- , spiele.. selbſt zurückfiel. Ob zwar in der vorgedachten Ein- richtung der Grund und Ursprung der bis. auf den heutigen Tag. im Wesentlichen unverändert beſtehenden Verfaſſung zu ſuchen- iſt, . so sind doch. in der Folge nähere Modificationen hinzugekommen, die nur mehr noch zur Beſtätigung dienen, ' daß, .so wie die einzelnen Kirchspiele durch ihre Kirchſpiels- Collegien, so auch die ganze Landſscha ft vom Landescol- legio [repräſentirt werde und eben dieser repräſentirenden \ Qualität halber diese Collegien namentlich auch ordinaire. und extraordinaire Ausgaben anzulegen und überhaupt in allen Landesangelegenheiten das Erforderliche zu beschließen Macht und Auctorität haben. So iſt am. 9. Februar 1643 zur weiteren Ausbildung der gedachten Kirchſpielscollegien . vom erwähnten Herzog Friedrich die Zuziehung der vier Aelteſten und Vornehmſten jedes Kirchspiels. abſeiten der er- wähnten, ſtets in einer Person vereinigten. Landes- und Kirchſpielsgevolmächtigten in folgenden Worten verordnet: . „„Inmittelſt aber wollen Wir hiemittelſt conſtituiret Öcüeir. daß hinführo die VRirchſpiels- »„Gevollmächtigten jedes Orts, wenn in Kirchſpiels- und Landes- Sachen contributiones anzulegen,: vier der Aelteſten und Vornehmſten zu sich fordern und mit. denselben nicht allein die Austheilung machen, sondern auch, wo- hin die Gelder zu verwenden, 'zu specificiren, da dann, was also beliebet und geschlossen auch ohne des gemeinen Mannes Contradiction effek tuiret, gleichwol die Gevollmächtigten und vier Aeltes sten ermahnt seyn sollen, ihre Actiones dergeſtalt auf- Staatsb. Mag. Bd. v11. Heft 1 6