E ] nahm das Capitel zu Schleswig seinen Anfang (Cypr. 'in annal. Ecel. slesv. cap. XXKAUI p. 136), das zu Ripen Um 1145 (Terpager Rip. Cimbr. P. 182). Zu \Odensee hingegen vertraten die Ordensbrüder des 1110 geſtifteten St. Knuds Kioſters die Stelle eines Capitels und nur von 1470 bis 1489 gab es dort ordentliche Canonicos, 42 an . der Zahl. (Pontopp. Annal. Eecl. Danic. I Þ. 346. 346. II p. 652. 653.; p. 691-693.) Die Canoniei wa- ren überall ursprünglich Benedictiner Mönche, die indeſſen meiſtens der Regel des Auguſtinus folgten. Sie führten anfangs ein gemeinschaftliches Leben ganz nach Art der Mönche, wohnten bei einander in einem Kloſtergebäude, aßen an einem gemeinschaftlichen Tiſche, und wurden von den Gütern und Einkünften der Stiftung, die ungetheilt waren, k unterhalten. Der Bischof vertrat die Stelle eines Abtes. Indessen nicht lange blicb es bei dieser ursprünglichen Ein- richtung. Die Canonici trennten sich und wohnten jeder s s . M 1 für ſich .in besonderen Häusern; die Folge davon war, daß nun auch die Capitelsgüter vertheilt wurden, und so ent- ſtanden die Prâbenden der Domherren. Doch blieb. ein Theil der Güter noch gemeinschaftlich, und die Einkünfte dieser Güter wurden jährlich unter die anwesenden Cayonici (re-; sidentes) vertheilte Manche Domherren nemlich begnügten sich nun damit, die Einkünfte ihrer Präbenden zu genießen und begaben sich an den Hof oder anderswohin, und nur zu gewissen Zeiten des Jahres waren sie verpflichtet, bei der Stiftskirche und in der Versammlung des Capitels zu er- scheinen. Sonſt beſoldeten ſie Vicare, die an ihrer Statt, ] die ihnen obliegenden geiſtlichen Geſchäfte an der Domkirche Verwalten mußten. 5-) Die Pflichten der Canoniker be. anden anfangs darin, den Gottesdienſt in der Domkirche ; f ; Z L W) Das Chronicon Ecck. Ripensi s, welches in Langebeck. Heriptt. rerum Danic, VII p. 183 f. abgedruckt iſt, liefert ſehr intereſ: Tante Notizen über die allmählige Entferiuug des dortigen