r 599 P lone bei weitem mehr den Linientruppen gleichgestellt wurden, wie die aufgehobene Landwehr, auch die Mannschaft fast ohne Ausnahme zum wirklichen Dienste einberufen ward, so fühl« ten viele von den, früher bei der Landwehr, angestellten Of- ficiren sich / den Beschwerlichkeiten des Dienstes bei diesen annectirten Bataillonen nicht gewachsen oder geneigt, deshalb ging eine große Anzahl derselben ab, zum Theil mit Pension, zur großen Bürde der ohnehin stark belasteten Finanzen. Um die abgegangenen zu ersetzen und die ohnehin sehr vermehrte Anzahl von Offizierstellen zu completiren, geschahen im Laufe des Jahres fast zahllose Ernennungen zu Offizieren, zum Theil von Ausländern, denen bei ihrer Anstellung das Indige- natrecht ertheilt ward. Daß unter solchen Umständen nicht immer eine genaue Auswahl unter den zu ernennenden Sub- iecten statt finden konnte, daß manche von denen, welche früher als Handlungsbediente, Handwerker oder Dorfschul- meister, in ganz andern Verhältnissen gelebt hatten, fich in der neuen Lage, worin sie sich plötzlich gesetzt sahen, nicht leicht und mit Anstand zu finden wußten, auch noch weniger militairische Renntnisse besaßen, als die vormaligen Land- wehroffiziere sich bei den Vorlesungen, welche ihnen in Rends- burg gehalten wurden, nothdürftig gesammelt hatten, war eben so unvermeidlich, als das unerfreuliche Schicksal der mehrsten dieser, ihrem eigentlichen Berufe entrissenen und für denselben größtentheils nicht‘ mehr geeigneten Leute. beim nachherigen Frieden, worüber die Chronik zu seiner Zeit das nähere zu berichten haben wird. Ungeachtet die Armee jetzt zu einer Stärke gelangt war, wie sie noch nie erreicht hatte, und fast alle waffenfähige Mannschaft bereits zum Dienste einberufen war, mußten die Landbewohner, denen der Mangel an Arbeitern schon äußerst