L~Â. 385 E bauen will. Wenn dergleichen noch in Hannover, dessen Schwesterland so schöne Gefängnisse aufzuweisen. hat,. ge- schehen kann, so darf es wohl entschuldigt werden, wenn das Glückstädter nicht vollkommner ist. Allen Forderungen, die man an gute Gefängnisse macht, konnte das alte Gebäude nicht entsprechen, mit einigen in- dessen war dies allerdings .der Fall. . Eine Hauptbedingung eines guten Gefängnisses ist die größtmögliche Sonderung der Gefangenen, Diese wird erreicht, wenn jeder Gefangene sein Jimmer hat, wie dies auch in den besten englischen Gefäng- hissen der Fall ist; hier gehen alle Zimmer auf einen Gang, so daß jeder Gefangene aus- und. eingeführt werden kann, ohne von den andern gesehen zu werden. Diese Sonderung macht ein .unaufhörliches Achten auf die Gefangenen weniger nothwendig, als da, wo sie in Gesellschaften arbeiten. Fer- ner schlafen die Gefangenen zusammen, welches gleichfalls in Englands besseren Gefängnissen vermieden ist. Es wäre eine Hauptverbesserung in der 2ten Abtheilung, wenn statt dop- pelter Arbeitsstuben nur einfache an einen Gange gewesen wären, so daß es. keiner Communication unter den Zimmern bedurft hätte. Dadurch. wäre auch eine größere Classefica- tion möglich gewesen, die jetzt nur in Sonderung der Ges- schlechter besteht. &) "r So wie bei gegenwärtigen Bemerkungen überhauyt ein Unter- schied zwischen Detentions-Gefängnissen und Zuchthäusern, Straf- gefängnissen, nicht zum Grunde gelegt ist, so ist auch der hieraus- gesprochene Tadel der Strafgefängnisse zu Glückstadt ohne hin- länglichen Grund. Das auf Eiusperrung in Sttrafgefängnisse lautende Straferkenntnisse bezweckt nicht die Strafe des einsa- meu Gefäugnisses. Uber auch ohne diese Voraussegung würde ks fast unmöglich oder doch nur mittels eines fast unerzwingli- <hen Koscengufwandes möglich seyn, ieden einzelueu Züchtliug