“ 496 m sreilich schmählig genannter, Friede, wo die Länder, das ist, der Lohn getheilt, der Bestegte zu Dienstleistungen für die übrigen Eroberungspläne verbunden, durch Besetzung der Festun- gen seine Treue dem Sieger gesichert wird. Die Eigenthüù- mer haben Nichts verloren, wenn ste dem neuen Herrn zah- len, was dem alten, und nun fürs übrige sicher sind ; darauf allein kommt es ja an. Selbst der besiegte Herrscher hat Nichts verloren: zu leben wird er ja noch immer behalten; was hat er denn in diesem Zusammenhange der Ansicht mehr zu begehren? So , — wenn der Sieger das Eigenthum der Unbewaffneten wirklich sichert, nicht seinen Söldnern Raub und Gewaltthätigkeit erlaubt; wenn er das Gewerbe wirklich frei läßt, und nicht etwa eine Handelssperre einführt; wenn er den Unterschied zwischen Kantonfreiheit und Kantonpflichti- gen, die Grundfeste der Verfassung in diesen Begriffen, stehen läßt, und nicht etwa die Konscription einführt; wenn er für ein Billiges regiert, und nicht etwa unmäßige Forderungen macht. In der Regel wird dies Alles vorausgesetzt nach der bisherigen Analogie, und beim Beginn und während der Füh- rung des Krieges nicht bezweifel. Es wird ja doch auszu- halten seyn, der Feind wird schon Mannszucht halten, es ist dies sein eigner Vortheil, und dergleichen: mit solchen Worten trösten sich die Feigen untereinander. Findet sich hinterher, daß er das Zweite, nicht das Erste thut, nur dann ziehet er sich freilich allgemeinen Haß zu: er hat das, warum es allein der Mühe werch ist zu leben, das Eigenthum und das Leben selbst angegrisfen. So oft man aus den Grundsätzen, welche die Mehrzahl der Menschen in der That hat, folgerecht fortschließt, und ih- nen darlegt, wie demnach ihr Leben nothwendig seyn müsse; so erregt man allemal Haß, Widerspruch, und die allerdings durch Thatsachen zu belegende Behauptung : So schlimm sind wir nicht, wie du uns machst, wenigstens nicht alle und nicht immer. Sie haben, wie gesagt, Recht, und dies geht so zu: Ihr Leben ist bei weitem nicht durchgängig durch Grundsäte und klares Bewußtseyn bestimmt, sondern durch dunkle An- triebe aus der instinktartig wirkenden und in sonderbare Hül- len gekleideten Vernunft, dergleichen sie, wenn sie es an sich bemerken, Vorurtheile einer finstern Vorwelt nennen , -– und Recht- hätten, falls sie nur die Vernunft in einer andern Ge- stalt an sich bringen könnten. Die Theile ihres Lebens, durch die leztere bestimmt, fallen anders aus, als sie ihren Grund- sätzen zufolge ausfallen würden : darin sind sie unserer Schil-