Y 473 F erhalten. An und für sich bringt die Neutralität für Engs land einen nicht zu berechnenden pecuniairen und industriellen Gewinn.' Aber eine zweite eben so wichtige Rücksicht tritt hier ein. Bleibt England neutral, so bleibt die Volksslim- mung in Frankreich ferner wie jetzt gegen den Krieg mit Spanien; und diese entschieden. heftige Abneigung des Volks und der Armee in Frankreich wider den spanischen Krieg, verbunben mit so vielem anderen Gährungsstoff in der Nas tion, muß nothwendig die Operationen der Französischen Re- gierung lähmen und kann ihr höchst gefährlich werden. Träte aber England offen auf Spaniens Seite gegen die übrigeit Eontinentalmächte, also zuerst und hauptsächlich gegen Franks reich; so würde det alte Nationalhaß der Franzosen leicht den spanischen Krieg zur Nationalsache machen können, und die Stimmung des Volks mit der Regierung vereinigen. Engs land leistet den Spaniern vielleicht wirksameren Beistand mit feiner Neutralität, als mit einer Armee. Wie auch die Caperei und Seeräuberei wüthen utag, so bleibt immer und ewig das Interesse und Bedürfniß der Völker und Länder stehen, ihre Producte gegen einander aus- zutauschen; oder die Menschheit müßte ganz zu Grunde gehn; und das wird sie bei dem bevorstchenden Kriege so’ wenig, als bei den bisherigen. Hier tritt nun das Hülfsmittel der neutralen Handlung. und Schifffahrt ein- Um nun aber voraus nicht mißverstanden zu werten, wollen wir dufrichtig und ernstlich diese, bestimmt eintretende Folge des unseligen Kreuzzuges gegen Spanien, Caperei und Seeräuberei, und die unausbleibliche Wirkung der- selben, Nothwehr dagegen durch List und Betrug - beklagen, Eine unglückselige Eigenthümlichkeit der Periode, in der wir jetzt leben. ist die heillose Verwickelung und Verwirruttg Staatsb. Mag. Bd. Z. Heft 9. {ß