L* . Aufmerksanikeit auf das Wohl ihrer Kinder, durch ihre weise Sparsamkeit im kleinsten Detail der Wirthschaft, eben so viel und oft mehr als die Männer zum häuslichen Wohlstande beitragen, verdient eben fowohl berücksichtigt und im Alter belohnt. zu werden, als der Fleiß und die ' Thätigkeit des Mannes. In diesem häuslichen Fleiße sind die Angler - Hausfrauen wahre Mujter. Sie stehen nicht allein der ganzen Haushal- tung, dem Milchwesen und ihrer Küche vor, sondern durch ihre Industrie, durch ihren häuslichen Fleiß kleiden sie ihre Männer, ihre Kinder und sich selbst. Ihre Hauptkleidung besteht in eigengemachten Zeugen, die sie mit einer gewissen Eleganz nach immer neu erfundenen Mustern zu verfertigen wissen. Die eine sucht es der andern in Feinheit des Garns und in veränderlichem Muster zuvor zu thun. Wie in der Probsstey, findet man ouch hier in den Dörfern die Bleichen reichlich besetzt. Freilich ist es wohl nicht zu läugnen, daß manche Hausfrau diesem Hange mitunter reichlich viel fröhnt, und manchmal in dieser Hinsicht mehr Aufwand macht, als sie in einer knappen Geldzeit thun sollte, und daß. wohl mancher Mann, wenn er. zu dem theuern Färber - und Weberlohn den Beutel ziehen soll, seufzt.. Allein, wohl ihm, wenn er nur mit einem Seufzer und mit einer kleinen Er- mahnung zahlt, sonst sucht die Frau auf eine andere Art zu- seinem Rachtheile Geld zu machen. Dieser Hang ist einmal National = Character unserer Frauen. Welche Weiber haben nicht ihre kleinen Eitelkeiten? Diese Eitelkeit, wenn man sie auch Luxus nennen will, gehört wenigstens nicht zu de- nen, die das Geld aus dem Lande ziehen, der reelle Werth bleibt doch da,, und um. so weniger Manufactur-Waaren werden aus den Waaren-Lagern der Städte genommen wer-