[ 990 Ü= terspülen zu verhüten. Dies ist ein Geschäft, wozu beson- dere Arbeiter unter dem Namen von. Deichbaasen vor- handen sind. Die. Anzahl derselben ist unbestimmt; gewöhn- lich schlägt für einen Abgehenden der Deichgräfe des Kirch- spiels den Nachfolger dem Amthause vor, welches ihn dann auf sein Amt beeidigt. Hauptzweck und Inhalt des Eides geht dahin, da es dem Eigner des Deichpfandes freisteht, unter den’ Deichbaasen zu wählen, daß der Deichbaase nicht, um für diesen zu sparen, an der Besserung des Deichs et- was fehlen, sondern diesen seine Hauptsorge seyn lasse. In- dessen bleibt auch hiebei die Oberaufsicht den Deichgräfen. Ebenso / müssen sie auch bei Schleusenbauten die Officialen der Schleusencommünen cotitrolliren und auf die Haltbarkeit des Kaydammes und gehörige Wiederherstellung des Schleu- sendeichs. achten. Sie müssen endlich nicht bloß während der Arbeiten im Sommer, sondern auch im Winter, zumal bey Sturmfluthen, auf dem Deich seyn, um dahin zu sehen daß die Stöpenlöcher (Einschnitte im Deich behuf einer Ue- berfahrt) / gehörig dicht gemacht werden, und im Fall. die Fluthen Löcher in den Deich machten und Gefahr. zu besor- gen wäre, sofort Vorkehrungen treffen, zu. welchem Zweck an verschiedenen Stellen des Deichs immer Vorräâthe von Faschinen und Pfähle bereit gehalten werden. Für die Verwaltung dieser Geschäfte genießt jeder Deich- gräfe Freiheit vom Deichschoß für 36 Morgen Land und für seine Aufsicht die bestimmten Taggelder, Sein Amt währt der Regel nach 3 Jahre, und es treten daher jährlich zwei ab. An der Bestellung derselben hat jedoch, wie wichtig ihre Geschäfte auch sind, die Commüne gar keinen Antheil, son- dern das Amthaus ernennt ihn aus dreien Subjecten, deren eines. die im Amt bleibenden Deichgräfen, das zweite der