pn 289 4- 44 " Fuß. Um den Strom vom Ufer abzuweisen und die Annä- herung dieser Tiefe, welche den Einsturz des Deichs zur un- mittelbaren Folge haben würde, zu verhüten, befinden sich längs dem ganzen Steindeich sogenannte Höfter, welche von Pfählen, und Stacken, von Busch und Faschienen auf dem. Watt in verschiedener Höhe in die Elbe hineinge- baut sind. Das größeste ist auf Scheelenkuhlen, zu dessen äußersten Pfählen Kienen von 70 bis. 80 Fuß erforderlich sind. Ungeachtet der Stärke des Holzes und Eisenwerks, was hiezu genommen wird, ist es doch leicht begreiflich, daß die Gewalt des Stromes, dessen Fluthen bei dem gerade auf diesen Deich gerichteten Nordwestwinde in hohen Bran- dungen an den Höftern sich brechen und im Winter der Eisgang, beständig Zerstörungen nachlassen, die im Frühjahr und Sommer reparirt werden müssen. Eben so geht auch kein Winter vorüber, daß nicht der Strom an einzelnen Stellen die Steine aus ihrer Lage risse, obgleich der kleinste mehrere Centner schwer ist, wodurch denn der Deich entblößt und ausgespült wird. Auch dies muß im Sommer gebessert werden. Die Reparatur an Höftern und Stacken sind Com- munionarbeit, und werden durch die Deichgräfen besorgt. Der Deich selbst ist freilich aufgemesssen und. es muß jeder Eigner eines Schlages oder Pfandes seinen Antheil selber machen. Aber die Art und Weise kann selbstverständlich nicht in seiner Willkühr beruhen, und um so weniger als die Arbeit am Steindeich bei weitem complicirter ist als an ei- nem Sodendeich. Die großen Steinblöcke liegen in stufen- ähnlichen Absätzen, die nach einem eigenen Niveau abgerich- tet sind. Jeder Stein erhält, so zu sagen, sein eigenes Bette, worin er mit Busch und Pfählen befestiget, und jede Lücke noch durch Heide möglichst gefüllt wird, um das Un-